Personal reduziert

Grieskirchner Brauerei hat sich bereits „halbiert“

Schon bei der Eröffnung des Sanierungsverfahrens der Brauerei Grieskirchen war von einer Fortführung in reduziertem Umfang die Rede, gestern wurde offensichtlich, dass bereits tiefe Einschnitte erfolgt sind. Das Personalstand bei den Hausruckviertlern schrumpfte seit Ende September etwa von 61 auf 31 Mitarbeiter.

61 Mitarbeiter waren bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende September bei den zwei in die Pleite gerutschten Gesellschaften, die hinter Grieskirchner Bier standen, beschäftigt. Eineinhalb Monate später kamen bei der Prüfungstagsatzung am Konkursgericht neue Fakten auf den Tisch: Eine Gesellschaft wurde mittlerweile völlig geschlossen, der Personalstand schrumpfte auf 31 Beschäftigte - eine „Halbierung“ der Belegschaft! „Die Abfüllung passiert zwar noch in Grieskirchen, wurde an Externe ausgelagert“, erklärt Insolvenzverwalterin Ulla Reisch, wie es zu dem enormen Personalabbau kommen konnte.

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“
Obwohl durch die coronabedingte Schließung der Gastronomie erneut ein wichtiger Abnehmer für die Hausruckviertler weggefallen ist, glaubt Reisch daran, dass die Sanierung gelingen kann. „Uns werden zwar Steine vor die Füße gelegt, aber wir lassen uns nicht unterkriegen“, so die Anwältin, die hofft, durch gesteigerte Bier-Verkäufe im Lebensmittelhandel den weggefallenen Absatz in der Gastronomie auszugleichen. 5,6 Millionen Euro an Forderungen von Gläubigern wurden bislang vor Gericht anerkannt. Am 16. Dezember wird über den Sanierungsplan abgestimmt.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 27. November 2020
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