"In diesen Ländern werden Unsummen in den Skisport investiert, und dort wird es in Zukunft auch starke Mannschaften sowie den Wunsch nach Weltcup-Rennen geben", erklärte Kasper. Angesichts der logischerweise begrenzten Anzahl an Winter-Wochenenden werde es dadurch zu Umschichtungen kommen. "Mehr Wochenenden gibt es nicht, da können wir nichts machen. Diesen Fehler hat Papst Gregor XIII. vor vielen hundert Jahren gemacht", sagte Kasper.
Kasper verglich die Situation mit der Formel 1, die ja ebenfalls in den vergangenen Jahren in neue Märkte aufgebrochen ist. Bezüglich der Sicherheitsdiskussion zeigte Kasper durchaus Verständnis für den Unmut mancher Athleten wie Benjamin Raich, merkte aber auch an: "Wir befragen seit Jahren die Athleten. Leider haben wir aber noch nie zwei Athleten gefunden, die das Gleiche sagen. Jeder sieht es ein bisschen anders." Kasper versicherte, dass die FIS alle Möglichkeiten ausschöpft.
Zahllose Tests
"Wir versuchen es seit fünf Jahren mit Hilfe der Wissenschaft und der Zusammenarbeit mit den Universitäten Salzburg und Oslo. Wir führen zahllose Tests durch und gründen Arbeitsgruppen. Wir versuchen mit allen Mitteln und sehr viel Geld Lösungen zu finden. Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie diese ausschauen sollen", sagte Kasper, für den der Schlüssel zum Erfolg in den Bereichen Schuh, Bindung und Bindungsplatte liegt.
Sogar die Abschaffung der Carving-Ski im Rennsport, wie es etwa ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl forderte, sei denkbar. Kasper rät jedoch durch die Lehren aus der Vergangenheit zu ein wenig Geduld. "Schnellschüsse wie früher wollen wir nicht mehr, das ist meistens total schief gegangen. Man muss wie bei einem Medikament die Nebenwirkungen beachten." Diese Nebenwirkungen sollen auch durch Vorläufer, die mit verschiedenen Testmaterialien auf die Weltcup-Pisten geschickt werden, erforscht werden.
Wenig Verständnis zeigte Kasper hingegen für die Forderung von Bode Miller, dass die 30er-Startregel im zweiten Durchgang der technischen Disziplinen verändert wird. "In diesem Punkt gibt es keine Diskussionen. Die Regel ist fürs Publikum spannend." Miller hatte sich beschwert, dass die Besten durch die schlechten Pistenverhältnisse stark benachteiligt seien.








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