06.11.2020 07:03 |

In erster Nacht

100 Festnahmen in London wegen Lockdown-Verstößen

Ende Oktober verkündete Premierminister Boris Johnson im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen zweiten Lockdown für England. Dieser trat am Donnerstag in Kraft. Doch schon in der ersten Nacht kam es zu zahlreichen Verstößen gegen die neuen Auflagen. Allein in der Hauptstadt London wurden 104 Menschen festgenommen, weil sie den neuen Lockdown-Auflagen keine Beachtung geschenkt hatten.

Eine Menschenmasse zog durch die britische Hauptstadt, viele ohne Mund-Nasen-Schutz. Im Gedränge war naturgemäß von Abstand wenig zu sehen, die Kontaktbeschränkungen wurden fast gänzlich ignoriert. Immer wieder wurden Rufe laut: „Freiheit, Freiheit!“, tönte es durch die Gassen.

Für 104 Menschen klickten die Handschellen, die Polizei rechnet jedoch mit weiteren Festnahmen, da die Einsätze bis tief in die Nacht andauerten. Die Demonstranten waren Teilnehmer des Millionen-Masken-Marsches („The Million Mask March“), der alljährlich anlässlich der Guy-Fawkes-Gedenkfeier am 5. November stattfindet. Dieser wurde heuer als ein Marsch „gegen Sparmaßnahmen, Rechtsverletzungen, Kriegsverbrechen, korrupte Politiker und zur Wiederherstellung der Freiheit“ ausgelobt.

Schon mehr als 60.000 Tote
Gesundheitsberater Patrick Vallance warnte bereits, die zweite Corona-Welle könnte in Großbritannien noch mehr Menschen das Leben kosten als die erste, wenn die Infektionsrate sich nicht massiv ändere. Bereits jetzt übersteigt die Zahl der Toten mit Covid-19 auf dem Totenschein die Schwelle von 60.000 Menschen, womit Großbritannien bisher das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa ist. Johnsons Regierung wurde schon im Frühjahr vorgeworfen, zu spät reagiert zu haben.

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