Nach Bayerns Rückzug

Herzog über Alaba: „Geld allein nicht Hauptgrund“

Ausgerechnet vor dem Auftritt in seiner Heimat ziehen die Bayern, die heute in der Champions League auf Red Bull Salzburg treffen (21 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker), ihrem Publikumsliebling David Alaba im Vertragspoker die Daumenschrauben an. Der deutsche Rekordmeister nahm das Angebot zur Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrages öffentlichkeitswirksam vom Tisch. Für „Krone“-Kolumnist und Legende Andreas Herzog ist Geld allein nicht der Hauptgrund:

Dass Bayern München das Angebot für David Alaba komplett vom Tisch genommen hat, kam für mich überraschend. Aber damit hat der Klub gezeigt, dass er nicht mit sich spielen lässt, wenn zu lange gepokert wird. Das war einst auch bei Michael Ballack und Toni Kroos der Fall. In der Öffentlichkeit wirkt es so, dass nur das Geld ausschlaggebend war. Das glaube ich nicht. Ich denke, dass für die Alaba-Seite bei ihren Verhandlungen auch ein im Raum stehendes gebrochenes Versprechen nach dem letzten Vertrag entscheidend war.

Um einen ablösefreien David Alaba werden sich alle Topklubs reißen. Von seiner spielerischen Qualität würde er für mich am besten zu Real Madrid oder Barcelona passen. Eine neue Herausforderung kann für ihn definitiv einen weiteren Kick bedeuten.

Salzburg hat heute eine Chance. Die Bayern haben eine Top-Offensive, sind hinten aber anfällig - gerade wenn ihr Gegenpressing nicht funktioniert. Sie haben diese Saison schon 13 Tore kassiert. Der Ausfall von Daka schmerzt die Bullen, aber Koita kann ihn ersetzen. Auch Szoboszlai ist eine Waffe. Salzburg muss in den Zweikämpfen aggressiv und intelligent sein, dann schnell umschalten. Und du darfst keine Fehler machen - die werden in der Königsklasse im Gegensatz zur österreichischen Liga sofort gnadenlos bestraft.

Kronen Zeitung

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