31.10.2020 12:51 |

Straßenschlachten

Demos weltweit: Gewalt bei Protesten in Spanien

In Florenz hat eine Demonstration gegen die restriktiven Anti-Coronavirus-Maßnahmen der italienischen Regierung - nach zahlreichen Krawallnächten in letzter Zeit - mit schweren Ausschreitungen geendet. Doch auch in Spanien kam es in der Nacht auf Samstag zu gewalttätigen Protesten gegen Covid-19-Beschränkungen. Hunderte Menschen und die Polizei lieferten sich im Zentrum Barcelonas in Katalonien bis spät in die Nacht Straßenschlachten. Barrikaden wurden errichtet, Müllcontainer verbrannt und Beamte der Exekutive mit Pflastersteinen beworfen. Außerdem wird von geplünderten Geschäften berichtet.

Bei den „sehr gewalttätigen“ Ausschreitungen in Katalonien  seien zwölf Menschen festgenommen und 24 verletzt worden, berichtet die Zeitung „La Vanguardia“. Hooligans der berüchtigten Fangruppe „Boixos Nois“ des Fußballvereins FC Barcelonas sollen für die Gewalt verantwortlich sein.

Doch auch in anderen spanischen Städten wie Bilbao im Baskenland oder Burgos in Kastilien und Leon gab es Unruhen. In der Stadt Vilafranca del Penedes im Süden Kataloniens hätten 120 junge Leute „Freiheit“ von den Corona-Maßnahmen gefordert und versucht, das Rathaus zu stürmen.

Alarmzustand verlängert
Spanien ist eines der von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Länder Westeuropas. Erst am Donnerstag hatte das Parlament der Verlängerung des Alarmzustandes - der dritthöchsten Notstandsstufe - bis zum 9. Mai zugestimmt. In Katalonien dürfen die Menschen an den Wochenenden ihre Heimatorte nicht mehr verlassen. In vielen Städten wie etwa in Barcelona gelten nächtliche Ausgangssperren.

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