13.10.2020 11:00 |

Behörde:

„Das Contact Tracing ist teilweise Detektivarbeit“

Die Covid-Infektionsketten schnell durchbrechen: Das ist das erklärte Ziel von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, um die Infektionszahlen eindämmen zu können. Das gelingt aber nicht immer, denn ungenaue Angaben zu Kontaktpersonen erschweren den Bezirkshauptmannschaften das Leben – so auch im Tennengau.

Die Zahl der Kontaktpersonen eines positiven Covid-Getesteten kann schnell anwachsen. Gerade bei größeren Clustern, wie etwa nach einer Feier, steigt diese häufig auf weit über 100 Personen. „Das ist für uns dann teilweise echte Detektivarbeit“, sagt Helmut Fürst, Bezirkshauptmann des Tennengaus.

An die 40 Personen arbeiten laufend, auch am Wochenende, am Contact Tracing im Tennengau. „Leider müssen wir feststellen, dass es oft keine genauen Angaben zu den Kontakten gibt. Das erschwert uns die Sache enorm“, fügt Fürst hinzu. Er schätzt, dass zehn bis 15 Prozent keine vollständigen Angaben machen. Fürst verweist aber darauf, dass diese Zahl nur eine Vermutung ist. Auch die kleinsten Fehler bei den Angaben verzögern die Suche nach den Kontakten zum Teil schon stark. „Da reicht schon ein falsch geschriebener Name“, so Fürst. So kann es beim Erfassen der Kontakte von nur einer Person bis zu acht, neun Stunden dauern. Sind die Angaben richtig und vollständig, können die Kontakte binnen einer Stunde gefunden und kontaktiert werden. „Wir können nur ersuchen, dass so angegeben wird, wie es ist“, appelliert Fürst. Derzeit befinden sich im Tennengau 500 Personen in Quarantäne.

Felix Roittner
Felix Roittner
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