Von Auto erfasst

Mutter von Getötetem: „Brauchen keinen Schuldigen“

„Wir trugen alle bunte Socken. Adrian liebte sie“, auch Mama Nicole und Papa Gerald, sowie alle Verwandten und Freunde trugen knallbunte Socken, als sie ihren Adrian im oberösterreichischen Leonding zu Grabe trugen. Der 20-Jährige war vor einer Woche in Linz tödlich angefahren worden. Der Fahrer ist weiterhin flüchtig. Doch die Familie des Toten sucht ohnedies keinen Schuldigen.

„Der Unfall ist für uns nachvollziehbar. Da war keine böse Absicht dahinter. Daher ist es für mich und meinen Mann derzeit auch nicht so wichtig, ob der Fahrer gefunden wird, der Adrian verletzt hat“ - starke Worte von Adrians Mutter im Gespräch mit der „Krone“, eine Woche nach dem verheerenden Unglück am Linzer Froschberg, wo ihr Sohn wohnte.

„Wir brauchen keinen Schuldigen“
Die Polizei konnte den Abend so weit rekonstruieren, dass ein Verwandter den betrunkenen Adrian gegen 1 Uhr früh nach einem Besuch in der „Remembar“ in Linz in ein Taxi gesetzt hat. Doch der Taxler lieferte Adrian beim Nachbarhaus ab, fuhr weg.

Eine Stunde später fand ein Autofahrer Adrian tot in der Hugo-Wolf-Straße. Angefahren, nachdem er selbst zu Sturz gekommen war. „Vielleicht hat es der Lenker wirklich nicht bemerkt“, ist die Mutter ohne Groll. „Die Polizei hat ihr Möglichstes getan, den Unfall zu klären. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Wir brauchen keinen Schuldigen.“

Markus Schütz
Markus Schütz
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Montag, 26. Oktober 2020
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