15.09.2020 08:32 |

Mehr Unterstützung

Coronavirus-Tests: Wien stockt Personal weiter auf

Was die Zahl der Testungen auf das Coronavirus betrifft, gibt es im Bundesländervergleich große Unterschiede. Neben dem Westen, also Tirol und Vorarlberg, wird besonders auch in der Bundeshauptstadt Wien überaus zahlreich getestet - und dabei natürlich auch in Hinblick auf neue Fälle vermehrt fündig. Von dieser Strategie will man in Wien auch nicht abgehen, denn damit soll eine noch stärkere Verbreitung des Virus verhindert werden. Aus diesem Grund soll nun das Personal weiter aufgestockt werden.

Wie schwierig sich die Situation in Wien darstellt, zeigen die offiziellen Zahlen. In den vergangenen zwei Wochen gab es 2491 Neuinfektionen. Um deren Umfeld zu ergründen, mussten 19.928 Kontaktpersonen der ersten Kategorie und 2315 der zweiten Kategorie identifiziert werden.

Um dies bewältigen zu können, setzt man auf eine Personal-Aufstockung. Derzeit sind bei der Hotline 1450 immerhin 400 Mitarbeiter beschäftigt. 270 davon nehmen Anrufe entgegen, bei den übrigen 130 handelt es sich um medizinisches Personal.

Personalaufstockung bei Tests und Contact Tracing
Nun setzt man auf Aufstockung des Personals, die Zahl der Mitarbeiter soll erhöht werden, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Montagabend in der „ZiB2“ betonte. Kommende Woche sollen in einem weiteren Schritt 25 Medizinstudenten als Unterstützung das Team verstärken.
Doch auch in Sachen Contact Tracing soll es in puncto Personal Verstärkung geben - 200 Personen sollen hier ab sofort zusätzlich aufgenommen werden.

Schnellere Tests werden sich, wie man im Büro Hackers erwartet, auch durch einen weiteren Einsatz der Gurgel-Tests ergeben. Der Vorteil: Bei diesem Testverfahren ist man nicht alleine auf Mediziner oder Sanitäter angewiesen, die dieses durchführen. Vielmehr können die Tests auch von einfachen Boten quasi vor die Tür gestellt werden. Damit ist die Stadt weniger auf einschlägig qualifiziertes Personal angewiesen und kann mehr Tests abwickeln.

Freilich bleibt dann noch die Frage, ob die - teils privaten - Labors die Tests dann auch flotter auswerten können bzw. wollen, eine in letzter Konsequenz finanzielle Frage, denn Ressourcen soll es hier noch geben.

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