DFB-Pokal

Bundesligisten im Cup weiter - Hoffenheim zitterte

Einige weitere Favoriten haben am Sonntag in der ersten Runde des DFB-Pokals gewackelt. Die vier deutschen Fußball-Bundesligisten, die am Sonntag allesamt mit österreichischer Beteiligung im Einsatz waren, erreichten aber die zweite Runde. Am meisten zittern musste zu Saisonstart 1899 Hoffenheim. Die Hoffenheimer sich beim Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC erst im Elfmeterschießen durch.

Der VfB Stuttgart rang den Drittligisten Hansa Rostock mit 1:0 nieder, der SC Freiburg dessen Ligarivalen Waldhof Mannheim mit 2:1. Bei den Stuttgartern stürmte Sasa Kalajdzic von Beginn an, bei Freiburg spielte Philipp Lienhart in der Abwehr durch. Bayer Leverkusen hatte gegen den Regionalligisten Eintracht Norderstedt mit 7:0 überhaupt keine Mühe. Die ÖFB-Teamspieler Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic wurden beim Finalisten der Vorsaison in der 72. bzw. 73. Minute beim Stand von 6:0 eingewechselt.

Bewährungsprobe mit Mühe
Hoffenheim dagegen bestand die erste Bewährungsprobe unter Neo-Trainer Sebastian Hoeneß nur mit großer Mühe. ÖFB-Shooting-Star Christoph Baumgartner verwertete im Elfmeterschießen (3:2) den letzten Versuch der Hoffenheimer. Nach 90 Minuten war es 1:1, nach der Verlängerung 2:2 gestanden.

Andrej Kramaric hatte zweimal für den Favoriten getroffen (48., 110.). Zum Matchwinner avancierte Keeper Oliver Baumann, der im Elferschießen zwei Versuche hielt. Den entscheidenden Penalty setzte Chemnitz‘ Christian Bickel, der den Viertligisten davor in der Verlängerung noch in Führung gebracht hatte (100.), über das Tor.

„Eigene Gesetze“
„Es hat sich wieder einmal bestätigt, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat“, meinte Baumgartner. „Die Zuschauer haben richtig Lärm gemacht.“ 3.095 Besucher waren im Stadion, 4.632 waren nach den Corona-Maßnahmen zugelassen. „Für Chemnitz war es das Spiel des Jahres. Es ist aber auch eine Qualität, dass wir uns dann durchsetzen“, sagte Baumgartner. Sein ÖFB-Teamkollege Stefan Posch wurde nach 70 Minuten angeschlagen ausgewechselt. „Wir sind einfach froh, weitergekommen zu sein“, erklärte Landsmann Florian Grillitsch.

Dem FC St. Pauli gelang dies nicht. Der Zweitligist blamierte sich beim Viertligisten SV Elversberg mit 2:4. Der Ligarivale 1. FC Heidenheim unterlag Drittligist SV Wehen Wiesbaden mit 0:1. Von den Erstligisten, die bereits im Einsatz waren, war in der ersten Cup-Runde bisher nur Hertha BSC Berlin am Freitag mit 4:5 beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig gescheitert. Die Bundesliga-Saison beginnt kommenden Freitag mit einem Heimspiel von Meister Bayern München gegen Schalke 04.

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Dienstag, 29. September 2020
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