12.09.2020 12:01 |

33 Angesteckte

Corona-Superspreaderin zog in Garmisch durch Bars

Helle Aufregung herrscht im bayerischen Garmisch-Partenkirchen. Eine junge Frau (26) soll ziemlich im Alleingang mindestens 33 Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Zahlreiche weitere positive Tests könnten noch Folgen.

Die 26-Jährige, die die Corona-Infektionswelle in dem idyllischen Ort nahe der Zugspitze ausgelöst hat - insgesamt wurden 54 Personen positiv getestet - soll am Dienstagabend eine Kneipentour durch die Bars des bekannten Skiortes gemacht haben, obwohl sie laut „Bild“ Corona-positiv war und sogar unter Symptomen gelitten hat.

„Die Dame hat Symptome gehabt, war bei uns bei der Teststation und wurde aufgrund der Symptome aufgefordert, in Quarantäne zu bleiben. Das hat sie aber nicht getan“, sagte der Sprecher des Landratsamtes am Samstag. Die 26-Jährige sei kurz zuvor aus einem Urlaub in Griechenland zurückgekehrt. Ob sie sich auf der Reise angesteckt hat oder danach in Garmisch-Partenkirchen, das sei aber unklar. „Wo sie sich angesteckt hat, wissen wir nicht“, so der Sprecher  Seine vorherigen Angaben, wonach es sich um eine aus den USA eingereiste Touristin handle, korrigierte er. Es habe ein „Übermittlungsproblem“ innerhalb der Behörde gegeben.

In der „Edelweiss Lodge“, ein Hotel der US-Armee, wo die junge Frau arbeitete, wurden laut einem Bericht des Bayrischen Rundfunks bereits 33 Personen positiv auf Corona getestet. Die Frau und weitere Infizierte seien in einer Cocktailbar am Marienplatz und in einem irischen Pub am Rathausplatz mit zahlreichen Personen in Kontakt gewesen.

Befürchtet wird, dass sie bereits am Montag und auch am Mittwoch in zahlreichen Lokalen Party gemacht habe. Die Nachverfolgung sei schwierig, heißt es, weil sie an sehr vielen Orten war. Zahlreiche Folgeansteckungen werden nun erwartet.

Als Konsequenz der Ansteckungswelle hat die Marktgemeinde nun Beschränkungen erlassen. So müssen Restaurants und Bars in den nächsten Tagen um 22 Uhr schließen. Personen, die Anfang der Woche in Garmisch unterwegs waren, wurden gebeten, sich testen zu lassen. 

Superspreader sind Personen, die das Virus besonders schnell und an viele Menschen weitergeben. Besonders in engen Räumen ohne gute Belüftung und mit vielen Menschen passiert das.

Entscheidend für die Verbreitung kann sein, ob jemand zum Beispiel besonders laut spricht oder eine besonders feuchte Aussprache hat. Deshalb wird auch das Singen, bei dem viele infektiöse Tröpfchen verteilt werden, eingeschränkt. Eine Maske kann den Virenausstoß des Trägers minimieren.

Pamela Fidler-Stolz
Pamela Fidler-Stolz
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