10.09.2020 23:03 |

„Symbol der Angst“

FPÖ wettert zum Wahlauftakt gegen Corona-Ampel

Schwarz-Rot-Grün sollte sich mit der Ampel „über die Häuser hauen“, ließ FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp seine Anhänger wissen. Zum offiziellen Auftakt des Wahlkampfs kritisierten Spitzenvertreter der Blauen die Ampel als „Symbol der Angst“ - die ÖVP setze diese bewusst zum Stimmenfang ein, so der Vorwurf Nepps.

Die Corona-Ampel beruhe auf keiner Verordnung, beklagte Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp auf dem Platz vor dem Meiselmarkt in Rudolfsheim-Fünfhaus. Man probiere wieder, Bürgerrechte und Freiheitsrechte einzuschränken: „Jetzt ist ja schon die Debatte, wir kommen auf Orange oder vielleicht, wenn's ganz schlecht ausschaut für die ÖVP bei Umfragen, wird noch auf Rot gestellt, um die Wahl abzusagen.“

FPÖ warnt vor „Coronawahnsinn“
Mit der Ampel solle sich Schwarz-Rot-Grün „über die Häuser“ hauen, wurde den politischen Mitbewerbern ausgerichtet. „Wir sind keine kleinen Kinder, wir brauchen keinen Babyelefanten, wir brauchen keine Corona-Ampel, wir sind mündige Bürger und gemeinsam bekämpfen wir diesen Coronawahnsinn.“

Corona-Abstände eingehalten
„Ich sehe, ihr habt euch nicht verunsichern lassen durch irgendwelche Ampelschaltungen“, lobte Bundesparteichef Norbert Hofer die anwesenden blaue Fanschar - in der Abstände weitgehend gewahrt blieben, da der Platz für die laut FPÖ 1000 Besucher groß genug war. Jede Krankheit sei gefährlich, die eine mehr oder weniger, gab Hofer zu bedenken. Er habe den Verdacht, dass die Regierung die Gelegenheit nutze, um eigene Ziele umzusetzen, „nämlich um die Menschen zu überwachen“.

Hofer: „Virus hat keinen Führerschein“
Er kritisierte Aussagen wie „Das Virus kommt mit dem Auto“: „Das hätte es bei mir als Verkehrsminister nicht gegeben, dass es mit dem Auto kommt, das Virus, ohne Führerschein. Das hätte ich zu verhindern gewusst.“ Hofer zeigte sich zudem erbost darüber, dass der Gesundheitsminister alleine entscheiden könne, dass Quarantäne über alle verhängt werde.

Nepp will Mindestsicherung an Staatsbürgerschaft koppeln
Auch das Thema Zuwanderung und Integration stand einmal mehr im Fokus einer FPÖ-Kundgebung. Viele Menschen würden sich in der Stadt nicht mehr heimisch fühlen, beklagte der Wiener Parteichef Nepp.

Man werde etwa schonungslos aufzeigen, dass einige Nationalitäten bei den Straftätern besonders häufig vertreten seien. Auch sprach sich Nepp dafür aus, dass die Mindestsicherung an die Staatsbürgerschaft gekoppelt werden müsse.

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