04.09.2020 12:47 |

Meeting geplatzt

Ivona Dadic plant weiteren Corona-Test

Nach ihrem schockierenden positiven Covid-19-Test von Donnerstag will sich Ivona Dadic so rasch wie möglich einer zweiten Kontrolle unterziehen. Die 26-Jährige, die am vergangenen Wochenende in Götzis bei widrigen Bedingungen eine sensationelle Weltjahresbestleistung im Siebenkampf aufgestellt hatte, kann sich das positive Testergebnis weiterhin absolut nicht erklären. Als Konsequenz wird sich auch ihr Trainerstab einem Covid-19-Test unterziehen.

Die Gesundheitsbehörde hatte entschieden, dass Österreichs Leichtathletik-Star alle jene Personen angeben muss, zu denen sie seit dem 27. August einen engeren Kontakt hatte. Davon umfasst sind Personen, mit denen sie länger als 15 Minuten Kontakt bei Unterschreitung des Mindestabstands hatte oder die von ihr berührt wurden. Österreichs Leichtathletik-Verband hat diesen „sehr kleinen Personenkreis“ nun verständigt. Dieser wartet jetzt daheim auf die persönliche Kontaktaufnahme der Gesundheitsbehörde. Dabei werde, so der ÖLV, entschieden, ob diese Personen ebenfalls in Quarantäne müssen oder nicht.

Cheftrainer Philipp Unfried, der in den vergangenen Wochen natürlich viel Kontakt mit Ivona Dadic hatte, hatte sich bereits testen lassen und ein negatives Ergebnis erhalten. Die weiteren Spezialtrainer, die die Weltklasse-Siebenkämpferin in Götzis direkt betreut hatten, lassen sich auch einem Test unterziehen. Dies sind Lisl Eberl (Speer), Sepp Schopf (Kugel), Ina Babakova (Hoch) sowie ÖLV-Physiotherapeut Jan Siart.

Die Athletinnen, die gegen Ivona Dadic in Götzis angetreten sind, brauchen wohl keine Ansteckung befürchten. Zumindest Beate Schrott aber erklärte, dass sie sich freiwillig einem Covid-19-Test unterziehen wolle. Sie begründete: „Da ich in Götzis im Stadion eine Kabine mit Ivi geteilt habe, ist es besser, dies zu tun. Sicher ist sicher.“ Zumal Österreichs Hürden-Rekordlerin gemeinsam mit ihrem Verlobten, dem zweimaligen Dreisprung-Olympiasieger Christian Taylor, nächste Woche zum Meeting nach Ostrava fahren will.

Der erstmalige Auftritt von Ivona Dadic bei einem Meeting der Wanda Diamond League aber war leider geplatzt. Sie hätte diesen Freitag in Brüssel über 100 m Hürden und im Hochsprung auch gegen Siebenkampf-Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson antreten sollen. In den Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Startlisten wurde Ivona Dadic im Hürdensprint im Kampf mit den Spezialistinnen sogar noch auf der ausgezeichneten Bahn 4 gesetzt, gleich neben der Belgierin Anne Zagre, die mit 12,71 Sekunden die Schnellste im Feld ist …

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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