29.08.2020 09:36 |

Wolff fordert in Spa

Mercedes-Boss „Müssen einen besseren Job machen“

Nur drei Siege in sechs Rennen seit Beginn der Hybrid-Ära: Obwohl die Strecken-DNA in Spa sehr gut zum Auto passt, hatte Branchenprimus Mercedes in den letzten Jahren Probleme! Teamchef Toto Wolff erklärt vor dem Qualifying am Samstag (15.10 Uhr, im LIVETICKER auf sportkrone.at), warum ...

Nur 50 Prozent Siegquote - seit Beginn der Hybrid-Ära 2014 konnte Branchenprimus Mercedes auf der spektakulären Strecke in den belgischen Ardennen nur drei Rennen gewinnen, in den letzten beiden Jahren musste man sich Ferrari geschlagen geben.

„Wir haben in einer Kurve, in La Source, alles verloren, weil wir das Auto nicht um die Ecke gebracht haben. Dann fehlt dir klarerweise der Speed durch Eau Rouge, Radillon und auf der Kemmel-Geraden. Und das hat im Endeffekt zu viel Zeit gekostet. Zudem hatte Ferrari ja eine echte Bombe im Heck“, betreibt Teamchef Toto Wolff Ursachenforschung. Und rätselt: „Obwohl die Strecke von der DNA her sehr gut zu unserem Auto passt, ist sie uns nie richtig gelegen.“ Das soll sich am Sonntag ändern

Fünfter Saisonsieg
Nachdem die „Sterne“ in Barcelona im Kampf mit Red Bull die Hierarchie wieder hergestellt haben, will man nun den fünften Saisonsieg einfahren. „Das Positive ist, dass wir unser Auto viel besser verstehen und den Nachteil in den engen Ecken nicht mehr haben“, erklärt Wolff und betont: „Wir müssen aber einen besseren Job machen.“

Als klarer Favorit gilt freilich Lewis Hamilton, der nach seinen Erfolgen 2010, 2015 und 2017 zum vierten Mal in Spa zuschlagen möchte. Selbst sein schärfster Verfolger in der Weltmeisterschaft, Red Bulls Max Verstappen, gibt unumwunden zu: „Wir müssen akzeptieren, dass wir derzeit nicht in der Lage sind, Mercedes herauszufordern. Was den reinen Speed betrifft, sind wir zu langsam.“

Boykott nicht sinnvoll
Abseits der Strecke widmet sich Hamilton weiter intensiv dem Kampf gegen Rassismus. Einen Boykott wie in vielen US-Ligen hält er aber nicht für sinnvoll. „Zuerst einmal ist es unglaublich, was viele Sportler in den Staaten machen und dass so viele Menschen zu den Spielern halten. Aber das ist in Amerika. Wir sind in Belgien“, sagte Hamilton, der versicherte: „Ich tue, was ich kann von hier!“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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