Toter Mäusebussard

Trotz Schonzeit wurde Greifvogel abgeschossen

Wie in einem Kriminalfall wurde nach dem Fund eines toten Mäusebussards im Frühjahr in Pram in Oberösterreich vorgegangen. Die Untersuchung hat nun ergeben, dass der Greifvogel abgeschossen wurden. „Trotz ganzjähriger Schonzeit“, ärgert sich Naturschützer Ernst Sperl.

Drei Schrotkugeln im linken Flügel und Oberschenkel wurden im Körper des Greifvogels am Forschungsinstitut für Wildtierkunde in Wien festgestellt. Corona-bedingt langte der Befund erst jetzt bei BirdLife ein. Über das Motiv des illegalen Abschusses kann Ernst Sperl nur mutmaßen: „Auf die Trophäe kann es der Schütze nicht abgesehen haben, denn er hat das Tier ja zurückgelassen. Wenn es sich um einen Jäger handelt, hat er seine Verpflichtung, das Wild zu schützen, falsch verstanden.“

Hilfe gegen Mäuseplage
Unterstützung beim Schutz des Mäusebussard bekommt Sperl von Landwirten. „Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, Sitzstangen für Greifvögel auf Flächen mit besonders vielen Mäusen aufzustellen. Der Bussard hilft gegen die Mäuseplage.“

 OÖ-Krone
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Dienstag, 07. Dezember 2021
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