Pressestimmen

Bayern „san Triple“, „Neymar ist ausgelöscht“

Dank des 1:0-Siegs im Finale gegen Paris Saint-Germain am Sonntag in Lissabon holte sich der FC Bayern München zum sechsten Mal den Sieg in der Champions League. Zum zweiten Mal schaffte der der deutsche Rekordmeister das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Königsklasse.

Hier gibt es die internationalen Pressestimmen nach dem Triumph der Münchner.

DEUTSCHLAND
„Abendzeitung“: „Mia san die Champions!“

„Bild“: „Bayern, die Könige von Europa - Jaaaa! Der Triple-Traum ist wieder wahr. Riesenkampf gegen Paris! Nach Jupp Heynckes 2013 hat‘s auch Hansi Flick mit den Bayern geschafft.“

„Stuttgarter Nachrichten“: „Mia san Triple!“

„Süddeutsche Zeitung“: „Coman trifft im Stadion der Erleuchtung. Ausgerechnet der französische Flügelflitzer erzielt das einzige Tor des Champions-League-Finales. Der FC Bayern München setzt sich in einem intensiven Duell gegen Paris Saint-Germain zum sechsten Mal die europäische Fußballkrone auf.“

FRANKREICH
„L‘Equipe“: „Neymar war sehr enttäuschend, Neuer gigantisch. Der Brasilianer verfehlte sein Match, während der deutsche Torhüter entscheidend zum Sieg der Bayern gegen PSG beitrug.“

„Le Parisien“: „PSG-Bayern und Neymar ist ausgelöscht... Nach einer anständigen ersten Hälfte verlor der brasilianische PSG-Star an diesem Sonntag wie sein Team den Halt. Es war nicht sein Finale. Das Phänomen, das in den letzten Spielen fast übernatürlich geworden war, ist wieder menschlich geworden, fast gewöhnlich. Neymar hat nach seinem Sieg 2015 in Barcelona keinen weiteren Champions-League-Titel seiner Erfolgsbilanz hinzugefügt. Dem deutschen Metronom gegenüber hat es der hübschen Pariser Maschine leider an Erfolg gefehlt, sie war zuerst angespannt und saß dann in der zweiten Hälfte in der Klemme. Als Symbol für diese Sackgasse hat der brasilianische Star das Spiel in Tränen beendet. Tränen der Traurigkeit und Frustration, die er nicht als einziger vergossen hat. Viele von uns haben an sein Talent geglaubt. Und so mancher hatte gehofft, dass die Götter des Fußballs dieses Jahr dem PSG beistehen würden. Das Erwachen ist schmerzhaft.“

„Midi Libre“: „Der Traum ist vorbei. Wie Saint-Etienne, wie Olympique Marseille, wie so viele andere vor ihnen, verlor PSG sein erstes Champions-League-Finale. Erfasst von dem Ereignis, geschlagen von den Bayern, die über lange Erfahrung mit diesen großen Duellen verfügen. Der bayerische Club hat dieses Finale auf chirurgische Weise mit Ballbesitz und Realismus gemeistert, um seinen sechsten Titel zu gewinnen und seinen Status als großer Favorit dieser Endrunde in Lissabon zu bestätigen.“

„Liberation“: „Neymar ging unter: Von der deutschen Organisation isoliert, genervt von der voranschreitenden Spielzeit, war er nicht in der Lage, wie sonst das Kaninchen aus dem Hut zu zaubern.“

ITALIEN
„Gazzetta dello Sport“: „Für die Bayern ist es der Preis für die absolute Vorherrschaft: Niemand hat es jemals geschafft, alle Champions-League-Spiele zu gewinnen, vom ersten in der Gruppe bis zum letzten. Der Abschluss dieser endlosen Fußballsaison, die von der Coronavirus-Pandemie geprägt ist, krönt Hans-Dieter Flick, den Mann, der nach Kovacs Freistellung das Ruder übernahm und ein Team, das sich in einer Identitätskrise befand, wiederherstellte, so wie es in der Vergangenheit Jupp Heynckes tat (...)“

„La Stampa“: „C‘est la vie, Europa gehört wieder Bayern. Und für die Franzosen ist es ein Hohn, dass es gerade Coman war, der ein hausgemachtes Talent ist, der Juve entrissen wurde und nach Bayern kam, der nach einer Stunde des Kräftemessens das Finale entschied.“

SPANIEN
„El Pais“: „Bayern herrscht wieder in Europa. Bayern München nutzte seine große Erfahrung gegen PSG und gewann den sechsten Europacup seiner Geschichte. Ein einziges Tor von Coman (...) reichte aus, um die bayerische Mannschaft erneut zum Europameister zu krönen, was sie seit 2013 nicht mehr erreicht hatte. Die ungewöhnlichste Champions League in der Geschichte, die erste ohne Fans auf der Tribüne, endete mit der alten Fußballordnung, die von den Bayern repräsentiert wurde.“

„Mundo Deportivo“: „Bayern versenkt PSG und vollendet sein Triple. (...) Weder Neymar noch Mbappe schafften es, PSG den lang erwarteten ersten Champions-League-Sieg zu bescheren, denn wenn sie es vor allem in der ersten Hälfte versuchten, trafen sie immer auf Neuer, ein Garant zwischen den Pfosten.“

„Marca“: „Imperiales Bayern!!! Bayern ist der neue König Europas. Die Mannschaft von Beckenbauer, Matthäus, Bomber Müller, Breitner, Maier und anderen Ballgöttern hat den sechsten Titel erobert. Dafür brauchte es Coman, einen Pariser, einen ehemaligen PSG-Spieler, eine grausame Karambolage. Es war nicht die Nacht von Mbappe und insbesondere von Neymar, den die Deutschen so behandelten, als wäre er ein gänzlich Unbekannter. In einem Match auf dem roten Teppich tauchte der erfahrene Flügelspieler Coman auf, der in dieser seltsamen Welt in der zweiten Hälfte einen magischen Kopfball landete.“

„As“: „Es gibt keinen Platz für PSG im auserwählten klub der Champions, ein Platz, der sich nicht mit Geld kaufen lässt, sondern der sich aus dem Werdegang der Bayern ergibt. Das Tor von Coman, zwar etwas dürftig für ein Finale, hat den Bayern den sechsten Champions-Titel eingebracht und sie als derzeit unbezwingbare Könige Europas bestätigt.“

ENGLAND
„The Sun“: „Sie ist durch Europa gedonnert, diese unwiderstehliche Mannschaft von Bayern München. Sie haben Londons Topteams Tottenham und Chelsea überrollt und dabei 17 Tore erzielt. Sie haben die großartige Fußballinstitution Barcelona in einem schwindelerregenden Acht-Tore-Angriff zerstört. Und selbst als in diesem Champions-League-Finale Geduld nötig war, setzte sich der FC Bayern gegen die Mannschaft von Paris Saint-Germain mit den beiden teuersten Fußballern der Welt, Neymar und Kylian Mbappe, durch.“

„Telegraph“: „Dieses Kunststück ist vor allem Flick zuzuschreiben. Der Klub war an einem Tiefpunkt, als er im vergangenen November Niko Kovac nach einer 1:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt ablöste. Jetzt hat er Jupp Heynckes das außergewöhnliche Triple nachgemacht und seine zehnmonatige Verwandlung mit dem Bundesligatitel, dem DFB-Pokal und dem begehrtesten aller Preise abgeschlossen. Mit 55 ist das ein beachtliches Comeback für einen Mann, der bisher die meiste Zeit seiner Karriere am Rand verbracht hat.“

„Guardian“: „Was für ein Saisonabschluss für Kingsley Coman und noch mehr für Trainer Hansi Flick. Das ist Flicks erster Job als Cheftrainer. Der 55-Jährige hat ihn erst im vergangenen November angetreten, als die Bayern gerade Niko Kovac entlassen hatten und in der Krise steckten. Der Neustart, den Flick seitdem betreut hat, war geradezu erstaunlich.“

SCHWEIZ
„Blick“: „Paris lässt Bayern jubeln. Deutscher Meister! Deutscher Pokalsieger! Und nun machen sich die Bayern auch noch zu den Königen Europas.“

„Tagesanzeiger“: „Das perfekte Flick-Werk. (...) Würdiger hätte ein Sieger nicht sein können. Die Münchner haben alle elf Partien für sich entschieden und dabei 43 Tore erzielt. Sie sind der erste ungeschlagene Champion seit Manchester United 2007/08. Auch die Coronapause konnte dem deutschen Rekordmeister nichts anhaben: Seit dem Restart Mitte Mai gewann Bayern alle 15 Wettbewerbsspiele.“

USA
„The Washington Post“: „Kingsley Coman, ein Pariser und ehemaliges PSG-Talent, traf früh in der zweiten Halbzeit. Manuel Neuer, der brillante Tormann stellte sicher, dass die Führung hielt.“

„The New York Times“: „Bayern war - um einen Schatten - das bessere Team in einem Finale, das ein Gericht hervorbrachte, das sich von all seinen Zutaten deutlich unterschied. Zwei Mannschaften aus Angriffstalenten taten sich in Lissabon zusammen, um ein Spiel zu erschaffen - ein überzeugendes Spiel, ein spannendes Spiel - das eher ein langsam erhitztes Drama als eine schnell befeuerte Unterhaltung war.“

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Montag, 23. November 2020
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