24.08.2020 08:46 |

Mega-Vinales-Absprung

Total irre Spielberg-Show nach dem Feuer-Abbruch

Auch im zweiten Grand Prix von Spielberg musste ein Neustart her. Die Fans erlebten eine Schrecksekunde nach dem Absprung von Maverick Vinales bei 228 km/h. Thriller zwischen Espargaró, Miller und Oliveira - Frustration bei Mir.

Nach 22 Minuten stockte allen am Spielberg der Atem: Maverick Vinales stürzte sich bei 228 km/h vor Kurve 1 freiwillig von seiner Yamaha - das unsteuerbare Bike raste mit 162 km/h in den Airfence und begann zu brennen. Rote Flagge - Abbruch des Rennens. Wie in der Vorwoche! Ein Neustart musste her und löste damit den nächsten Aufreger dieser wahnsinnigen Motorradshow aus. Schon in der Vorwoche sprach alles von der Beinahe-Tragödie von Superstar Valentino Rossi, der nur um Zentimeter nicht von den herbeifliegenden Maschinen von Morbidelli und Zarco getroffen wurde.

Der Neustart stellte erneut alles auf den Kopf. Und sorgte für viele Verlierer - sicher der große Leidtragende des Feuerunfalls: Juan Mir! Der Spanier stand noch nie in seiner Karriere auf dem Podest, führte diesmal plötzlich das Feld an und hatte gute Chancen auf seinen ersten Sieg. Nach dem unfreiwilligen Neustart blieb nur noch Rang vier. Ernüchternd.

Mit zusammengebissenen Zähnen
Danach lieferten sich Pol Espargaró und Jack Miller ein irres Duell um den Sieg. Für „Killer-Miller“, der schon in der Vorwoche am Sieg kratzte, bahnte sich ein Märchen an – Titel: „Vom Krankenhaus zum Triumph!“ Denn im dritten Training hatte es den Australier erwischt – Crash, Sturz auf die Schulter, Aufenthalt im Spital! Mit zusammengebissenen Zähnen aber schwang sich der 25-Jährige auf sein Bike und flog mit voller Ducati-Power seinem zweiten MotoGP-Sieg entgegen. „Ich hab Vollgas gegeben“, seufzte der harte Knochen von Platz zwei des Podiums, „als ich an Pol Espargaró vorbei war, hab ich gedacht, ich bring’s drüber. Doch innen kam Oliveira – Glückwunsch, er hat’s verdient.“

Polsetter Pol Espargaró hatte ebenfalls den Sieg vor Augen: „Ich hab mit Miller gefightet und wusste, es kann jeder gewinnen – profitiert hat letztlich Oliveira. So ist es eben beim Racing. Ich bin mit dem Platz auf dem Podium nicht unzufrieden.“ Echten Grund, traurig zu sein, ortete Espargaró beim vorm Rennabbruch Führenden: „Es hätte Juan Mirs Sieg sein müssen. Er war der Schnellste.“

Erstmals nicht auf dem Podium war der „Mr. Spielberg“: Andrea Dovizioso kam auf Rang fünf, rückte WM-Leader Quartararo aber auf drei Punkte nahe.

Volker Silli/Christoph Kothgasser, Kronen Zeitung

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