18.08.2020 13:33 |

Auf 32 Jahre gesunken

Corona-Altersschnitt: „Dramatische Veränderung“

Das Durchschnittsalter der SARS-CoV-2-Infizierten sinkt in Österreich offenbar immer mehr. Vergangene Woche hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch von einem Durchschnittsalter von 33,7 Jahren gesprochen, am Dienstag verwies er in einer Aussendung auf nur noch 32,2 Jahre - im Vergleich zum Ausbruch der Krise eine „dramatische Veränderung“.

Zu den binnen 24 Stunden 295 registrierten bestätigten Neuinfektionen erklärte der Minister: „Das ist wie in ganz Europa eine starke Steigerung. Dennoch ist es wichtig, auf eine in Österreich sehr hohe Zahl von Testungen zu verweisen, die in den vergangenen 24 Stunden bei 13.821 gelegen ist. Die Testungen von Kroatien-Rückkehrern sind dabei lediglich in ersten kleinen Teilen beinhaltet.“

Insgesamt zeigt sich in den vergangenen drei Wochen laut den Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit eine massive Zunahme von Infektionen bei Rückkehrern aus Kroatien: Waren es vor drei Wochen lediglich neun, in der vorletzten Woche 39, so sei diese Zahl in der vergangenen Woche „dramatisch“ auf 190 angestiegen.

Rekordwert bei Hotline: 43.000 Anrufe an einem Tag
Das österreichweite freiwillige Testprogramm für zwischen dem 7. und dem 16. August aus Kroatien Zurückgekehrte werde enorm in Anspruch genommen und habe am Montag bei der Hotline 1450 für eine Rekordmenge von 43.000 Anrufen gesorgt. Die Gratis-Testungen für Rückkehrer aus dem genannten Zeitraum könnten noch bis Ende dieser Woche via 1450 urgiert werden.

Seit April um 20 Jahre gesunken
Auch die „dramatische Veränderung der Altersstruktur der positiv Getesteten“ setze sich fort: „Seit April ist der Altersdurchschnitt der Personen mit einem positiven Testergebnis um 20 Jahre auf mittlerweile 32,2 Jahre gesunken (Sieben-Tages-Durchschnitt). Die Personengruppe zwischen 15 und 24 ist die mit Abstand größte Gruppe“, hieß es in der Aussendung.

„Daher mein dringender Appell vor allem an die Jugendlichen: Verantwortung übernehmen, vorsichtig sein und die grundsätzlichen Maßnahmen wie Hygiene, Abstandsregelungen und, wo erforderlich, Mund-Nasen-Schutz konsequent beachten. Nur dann schaffen wir es, sicher durch die nächsten Monate zu kommen!“, so Anschober.

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