Schwerpunktkontrollen

Hunderte Motorradfahrer rasten in „Tempofalle“

Tirol
18.08.2020 12:56
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Jagd auf rasante Motorradfahrer machte die Polizei am vergangenen Wochenende im Zuge einer länderübergreifenden Schwerpunktaktion in Tirol und den Zulaufstrecken in Südtirol, Bayern, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg! Alles in allem wurden dabei 530 Tempobolzer aus dem Verkehr gezogen und 314 sonstige Delikte verzeichnet.

Die heurige Motorradsaison forderte in Tirol schon hohen Blutzoll. Neben einer ganzen Reihe von Verletzten verunglückten in diesem Jahr auf Tirols Straßen bereits vier Biker sowie ein Beifahrer tödlich.

Dabei ließen sich schwere Motorradunfälle oft ganz leicht vermeiden! „Nicht angepasste Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, zu geringe Abstände, Unachtsamkeit und Fahrfehler sind die häufigsten Unfallursachen“, heißt es vonseiten der Verkehrspolizei. Immer wieder komme es aber auch vor, dass andere Fahrzeuglenker Biker übersehen und ihnen den Vorrang nehmen.

844 Delikte bei Sondereinsatz
Da viele Lenker oft längere Touren unternehmen und dabei auch die Grenzen überqueren, führte die Polizei am vergangenen Wochenende einen länderübergreifenden Sondereinsatz durch. In Tirol und auf den Zulaufstrecken in Südtirol, Bayern, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg wurden dabei insgesamt 844 Delikte gezählt - beim Großteil (530 Fälle) handelte es sich um  Geschwindigkeitsdelikte.

Allein in Tirol wurden 309 Temposünder aus dem Verkehr gezogen. Darüber hinaus wurden 185 sonstige Delikte verzeichnet. Auf der B181 Achenseestraße bretterte etwa ein Biker in einer 80er-Zone mit 140 km/h. Im Bezirk Reutte wurde sogar ein betrunkener Motorradlenker erwischt.

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