09.08.2020 13:01 |

Kiefer wie Sensen

Prähistorische Höllenameise auf Beutefang entdeckt

Forscher des New Jersey Institute of Technology haben in Myanmar eine längst ausgestorbene Ameisenart entdeckt. Die rund 99 Millionen Jahre alte Höllenameise beeindruckt vor allem mit ihrem sensenartigen Kiefer, mit dem sie ihre Beute „festgenagelt“ hat. 

In Bernstein eingeschlossen, ist das Insektenfossil beim Beutezug zu erkennen. Es hat eine Schabe zwischen dem Kiefer. „Es ist das erste Mal, dass wir eine Höllenameise gesehen haben, die sich aktiv ernährt“, freuten sich die Wissenschaftler über den Fund, den sie auf den Fachausdruck „Ceratomyrmex ellenbergeri“ getauft haben.

Der Fund zeige, wie das Insekt das Opfer mit seinem sensenartigen Unterkiefer vertikal gegen seinen hornartigen Fortsatz am Kopf drückt und dadurch festnagelt. „Dieser Fund bestätigt unsere Hypothese darüber, wie die Kieferstruktur der Höllenameisen funktionierten. Dieses System unterscheidet sich damit von dem aller heutigen Ameisen und fast aller Insekten“, so Phillip Barden, ein an der Studie beteiligter Wissenschaftler. Heutige Ameisen nehmen ihre Beute horizontal in die Zange. 

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