05.08.2020 15:10 |

Krise weniger hart:

Infineon beendete die Kurzarbeit frühzeitig

Die Coronakrise trifft den deutschen Halbleiterkonzern Infineon trotz eines millionenschweren Quartalsverlusts nicht so hart wie befürchtet. Der stark vom Geschäft mit der Automobilindustrie abhängige Chiphersteller erwartet im laufenden Geschäftsjahr geringere Belastungen als bisher angenommen. Das Werk in Villach beendete Ende Juli vorzeitig die Kurzarbeit.

Die Österreich-Tochter von Infineon hatte die Kurzarbeit für rund 1.000 Mitarbeiter in der Produktion im Villacher Werk ursprünglich bis Ende September geplant gehabt. „Wir haben uns aber entschlossen, die Zeit der verringerten Nachfrage verstärkt für die Integration und Weiterentwicklung der Produktionssysteme zu nutzen“, so Infineon-Manager Thomas Reisinger. Dies betreffe „die zukünftige Fertigung in der neuen Chipfabrik sowie die bestehende Produktion“.

„Infineon hat die herausfordernde Situation infolge der Coronavirus-Pandemie bislang gut bewältigt“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss. Das Autogeschäft erhole sich: „Alle Indikatoren zeigen an, dass das Schlimmste hinter uns liegt.“

Die Infineon-Aktie legte um 2,5 Prozent zu und war damit einer der größten Gewinner im deutschen Leitindex DAX. Stabilisiert wurde Infineon im zurückliegenden dritten Geschäftsquartal 2019/20 durch die milliardenschwere Übernahme des US-Chipherstellers Cypress.

 Kärntner Krone
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