04.08.2020 11:00 |

Kollege starb

Tödlicher Stromunfall: Feuerwehrmann verurteilt

Nach einem tödlichen Stromunfall bei einer Kindersicherheitsolympiade in Golling (Salzburger Tennengau) am 17. Mai 2019 ist nun ein Kollege des verstorbenen Feuerwehrmanns in einem vereinfachten Strafverfahren verurteilt worden. Der Mann erhielt wegen grob fahrlässiger Tötung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit sechs Monate bedingte Haft.

Bei dem Unfall war eine Teleskopbühne eines Feuerwehrautos bei der „Safety Tour“ des Zivilschutzverbandes zu nahe an eine 110-kV-Leitung geraten. Es kam zu einem Funkenüberschlag. Ein 45-jähriger Feuerwehrmann, der auf der Bühne mitfuhr, erlitt einen tödlichen Stromschlag. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Auf der Bühne befanden sich zu diesem Zeitpunkt auch sechs Volksschüler. Sie blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

Beschuldigter bediente die Hubrettungsbühne
Der Beschuldigte soll bei dem Unfall vom Boden aus die Hubrettungsbühne bedient haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm unter anderem vor, entgegen der Betriebsvorschrift während des Hochfahrens des Kollegen gar nicht beim Lkw bzw. beim dortigen Hauptbedienstand für die Benutzung bzw. Steuerung der Bühne gewesen zu sein.

Beim sogenannten Mandatsverfahren kommt es zu keiner Gerichtsverhandlung. Die Richterin oder der Richter legen das Strafmaß mit einer schriftlichen Verfügung fest. Der Angeklagte muss sich damit keinem Prozess stellen. Im konkreten Fall ist die Strafverfügung nicht rechtskräftig. Der Verteidiger sagte am Dienstag, er wolle sie noch inhaltlich prüfen. Auch Privatbeteiligten- und Opfervertreter können theoretisch noch Einspruch erheben.

 Salzburg-Krone
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