22.07.2020 10:36 |

14 Verletzte

Wilde Schießerei bei Beerdigung in Chicago

Durch Schüsse auf eine Trauergemeinde sind in Chicago 14 Menschen verletzt worden und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Unbekannte hätten aus einem schwarzen Auto heraus auf die Gäste einer Beerdigung gefeuert, sagte der Polizist Eric Carter.

Die Teilnehmer der Zeremonie sollen ihrerseits auf die Insassen in dem Auto geschossen haben, hieß es in Medienberichten. Der Wagen sei danach davongefahren. Die Unbekannten hätten allerdings weiter Schüsse abgegeben, bis sie einen Unfall bauten und zu Fuß in unterschiedliche Richtungen flüchteten. Eine Person wurde festgenommen und wird derzeit befragt.

Polizeiangaben zufolge wird nun ermittelt, ob es sich bei den Gruppen um Gangs handelt und ob diese schon früher aufeinandergetroffen sind. Aus Sicherheitsgründen sei jedenfalls eine Polizeistreife bei der Beerdigung gewesen.

Trump: „Schlimmer als in Afghanistan“
US-Präsident Donald Trump beklagt die Zunahme von Gewaltverbrechen in mehreren US-Großstädten. Mit Blick auf Schusswaffentote am Wochenende in Chicago hatte Trump gesagt, die Lage dort sei schlimmer als in Afghanistan.

Trump will für Recht und Ordnung sorgen
Wegen gewaltsamer Ausschreitungen im Zuge von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt sind Sicherheitskräfte des Bundes in der Stadt Portland (Oregon) im Einsatz - gegen den Willen der lokalen Regierung. Die Medien „Chicago Tribune“ und CNN hatten am Montag berichtet, dass das Heimatschutzministerium plane, Kräfte nach Chicago zu entsenden, um dort gegen die Gewalt vorzugehen. Trump hatte bereits angekündigt, in anderen Metropolen des Landes einzugreifen.

Der Einsatz von Sicherheitskräften der Bundesregierung gegen den erklärten Willen eines Bundesstaats oder einer Stadt ist sehr ungewöhnlich. Führende Demokraten werfen der Regierung daher vor, Oregon zum Spielball eines Wahlkampfs zu machen, in dem sich der Republikaner Trump als Mann für Recht und Ordnung inszenieren wolle.

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