Coronakrise

Junge nützten vor allem Chat der Telefonseelsorge

Oberösterreich
20.07.2020 12:00
Porträt von Andreas Tröster
Von Andreas Tröster

Die Coronakrise führte bei vielen Schülern, Studenten und Lehrlingen zu einer Orientierungslosigkeit. Die Jungen mussten lernen, eigene Ressourcen zu erkennen. Beim Online-Chat der Telefonseelsorge half man den Betroffenen weiter.

Verlieren wir die Jungen nicht aus dem Blick“, warnt Silvia Breitwieser, Leiterin der Telefonseelsorge OÖ. Die Corona-Krise hat auch Schülern, Studenten und Lehrlingen zugesetzt. „Die jungen Menschen haben erfahren, dass ihre Welt zerbrechlich ist. Auch jene, die gut im Leben stehen, haben ihre Lebensentwürfe in Frage gestellt. Das hat zu Orientierungslosigkeit geführt.“

Erkennen eigener Ressourcen
Junge nützten vor allem den Online-Chat der Telefonseelsorge (www.onlineberatung-telefonseelsorge.at) mit Anonymität. „Das Chatten ist eine Art der Kommunikation, die sie aus ihrem Alltag kennen. Beim Hin- und Herschreiben kamen auch Themen wie Mobbing, Missbrauch und Selbstverletzung ans Licht“, so Breitwieser. Gleichzeitig führte das Chatten zu einer Entlastung und zum Erkennen eigener Ressourcen.

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