14.07.2020 10:30 |

Thomas Rauninger

Der Mann hinter dem Polit-Beben in Eisenerz

Es war die wohl größte Überraschung der Gemeinderatswahl: In Eisenerz, bisher „tiefrot“, ist die ÖVP neue Nummer 1. Möglich gemacht hat das der junge Spitzenkandidat Thomas Rauninger. Eine Koalition mit einem fixen Partner ist nicht geplant, der neue Bürgermeister setzt auf ein freies Spiel der Kräfte mit SP, KP und FP.

Dass die ÖVP in Eisenerz im Aufwind ist, zeigte sich schon 2019: Bei EU-, Nationalrats- und Landtagswahl gab es große Zugewinne. Kein Wunder, dass Spitzenkandidat Thomas Rauninger auch für die Gemeindewahl optimistisch war.

Erwartungen weit übertroffen
Er erhoffte sich eine Verdoppelung auf 30 Prozent und sechs Mandate. Geworden sind es 41 Prozent und neun Mandate - ein gewaltiges „Erdbeben“ am Erzberg. „Mit dieser Dimension hatte ich in den kühnsten Träumen nicht gerechnet.“ Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer war einer der ersten Gratulanten und meinte: „Ich hätte nie gedacht, dass ich erleben werde, dass das erzrote Eisenerz einmal schwarz wird. “

Rauninger wurde im Elternhaus politisch geprägt. Vater Gerhard Niederhofer war von 1990 bis 2008 Vizebürgermeister. Sein Sohn sitzt seit 2010 im Gemeinderat, ist seit 2015 Stadtrat. Beruflich arbeitet er in der Polytechnischen Schule, wo er im Herbst Direktor wird.

Ein junges und dynamisches Team
Der Schlüssel zum Erfolg? „Wir sind ein junges und dynamisches Team vom Wirtschaftstreibenden bis zum Förster. Entscheidend war wohl auch unser Wahlprogramm mit 80 konkreten Themen.“ Rauninger will nun u. a. die Abwanderung eindämmen und das baufällige Freibad, welches derzeit geschlossen ist, sanieren.

Die konstituierende Gemeinderatssitzung findet am 30. Juli statt.

Heinz Weeber, Kronen Zeitung

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