Fußball-Welt trauert

Englands Weltmeister Jack Charlton ist tot

England und Irland trauern um die Fußball-Ikone Jack Charlton. Wie sein langjähriger Klub Leeds United und seine Familie mitteilten, starb der Engländer am Freitagabend im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit. „Big Jack“ wurde 1966 im Wembley-Stadion Weltmeister, stieg bei Leeds zur Club-Legende auf und wird in Irland bis heute vergöttert, weil er das Nationalteam zu drei Endrunden führte.

Der groß gewachsene Abwehrspieler gehörte 1966 zur englischen Mannschaft, die mit einem 4:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Deutschland das legendäre Endspiel in der Wembley-Arena gewann. „Jacky“ stand gemeinsam mit seinem zweieinhalb Jahre jüngeren Bruder Bobby Charlton auf dem Platz, als auch das berühmt-berüchtigte Wembley-Tor gegen Deutschland fiel. „Wieder ein trauriger Tag für den Fußball“, twitterte der damalige Torschütze Geoff Hurst. „Er war ein großartiger und liebenswerter Charakter. Ruhe in Frieden, alter Freund.“

„Am Boden zerstört“
„Er war nicht nur ein Freund vieler, sondern auch ein sehr verehrter Ehemann, Vater, Großvater und Urgroßvater“, hieß es in einem Statement seiner Familie. „Er war ein durch und durch ehrlicher, freundlicher, lustiger und aufrichtiger Mann, der immer Zeit für Menschen hatte.“

Die englische Nationalmannschaft zeigte sich bei Twitter „am Boden zerstört“ von der Todesnachricht. Der irische Fußball-Verband schrieb am Samstag, Charlton sei der Trainer gewesen, „der den irischen Fußball für immer verändert“ habe. Als Teamchef führte er die Underdog-Mannschaft von der Insel zur Europameisterschaft 1988 und den Weltmeisterschaften 1990 und 1994. 1988 gewann er bei der EM in Deutschland die erste Partie - ausgerechnet gegen England mit 1:0.

In der englischen Nationalmannschaft war er selbst ein Spätberufener. Erst 1965, im Alter von 30 Jahren, gab Jack Charlton unter Nationaltrainer Sir Alf Ramsey sein Debüt im Trikot der „Three Lions“. Bei der Heim-WM 1966 absolvierte er inklusive des legendären Finales alle Spiele. 1967 wurde er zum „Fußballer des Jahres“ in England gewählt - als direkter Nachfolger seines Bruders Bobby.

„Big Jack“, so sein Spitzname wegen seiner Körpergröße, absolvierte 35 Länderspiele und 773 Partien für Leeds United - Vereinsrekord. 1950 kam er als 15-Jähriger zum Club, am 25. April 1953 feierte er beim 1:1 an der Elland Road sein Debüt gegen die Doncaster Rovers. 1973 beendete er seine Karriere,

krone Sport
krone Sport
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 14. August 2020
Wetter Symbol

Sportwetten

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.