10.07.2020 11:30 |

Frauen in der Formel 1

Und sie sind doch das schnelle Geschlecht

Das lange Warten! Nur fünf Frauen schafften bislang den Sprung in die Formel 1 und leisteten Pionierarbeit - seit 28 Jahren aber fehlt eine Dame in der Königsklasse. Wer ist die Nächste?

Sie waren pfeilschnell, furchtlos und ziemlich einzigartig: Maria Teresa de Filippis, Lella Lombardi, Desire Wilson, Divina Galica und Giovanna Amati. Gerade einmal fünf Fahrerinnen rasten in den vergangenen 70 Jahren durch den Macho-Zirkus Formel 1.

Die Erste war 1958 Maria Teresa de Filippis. Das gefiel nicht allen. Der Organisator des Grand Prix in Frankreich ließ die Italienerin gar nicht erst starten. Jahre später erinnerte sich de Filippis, die 2016 verstarb, in einem Interview: „Der Organisator meinte, der einzige Helm, den eine Frau tragen sollte, ist der beim Friseur.“ Harte Worte. Trotzdem kämpften weitere weibliche Pioniere für den großen Traum. Wie Lella Lombardi. Sie war bisher die Einzige, die mit Platz sechs in Spanien in einem WM-Lauf punkten konnte.

“Girls on Track“
Maria Teresa de Filippis sagte: „Frauen können alles, was auch Männer können.“ Allerdings fehlt die Lobby. Und das, obwohl mit Monisha Kaltenborn (jahrelang Chefin bei Sauber) oder mit Claire Williams als Stellvertretende Teamchefin bei Williams auch Frauen in der hohen Formel-1-Riege am Ruder waren oder noch immer sind. Bekannte Ex-Fahrerinnen wie Susie Wolff versuchen nun mit Aktionen wie „Girls on Track“ das Thema nach vorne zu bringen.

Aktuell träumt Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch von der Königsklasse. Das Ziel? Sie will die erste Weltmeisterin der Geschichte werden. Allerdings wartet die Formel 1 bereits seit 28 Jahren (Giovanna Amati, 1992) auf eine neue Fahrerin.

Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser
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