09.07.2020 09:45 |

Jungstar unter Druck

Darum hofft Max Verstappen in Spielberg auf Regen

Nach dem frühen Ausfall beim WM-Auftakt hofft Max Verstappen beim Grand Prix der Steiermark am Sonntag auf ein besseres Ergebnis. Der Red-Bull-Pilot aus den Niederlanden hätte auch kein Problem, würde es diesmal in Spielberg regnen. „Ich mag es sehr, im Regen zu fahren“, sagte der 22-Jährige vor dem zweiten Saisonrennen, in dem er bereits ziemlichen Druck hat.

Denn die Nullnummer vergangenen Sonntag hat Verstappen nicht aufs Scoreboard gebracht, mehr als acht Rennen stehen derzeit nicht am Plan. „Wenn so wenige Rennen im Kalender sind, ist ein Ausfall doppelt schade“, ist Verstappen bewusst. In der Pause zwischen den beiden Grands Prix war Verstappen in der „wunderschönen“ steirischen Landschaft joggen, zudem gab es eine wegen Corona interne Grillerei mit dem Team.

Auch Mitte der Woche war noch unklar gewesen, was genau die RB16 beim ersten Saisonrennen gestoppt hatte. Die inkriminierten Teile wurden in der kurzen Pause nach Japan geflogen und untersucht. Ob auch bei Red Bull die hohen und für Spielberg so typischen Strecken-Randsteine Sensoren oder andere sensible Autobauteile zum „Spinnen“ gebracht hatten, war vorerst unklar.

Klar war aber, dass Red Bull sowohl mit Verstappen als auch Alex Albon das Rennen anstelle von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas gewinnen hätte können. „Gleich nochmals auf der gleichen Strecke fahren zu können steigert die Chance, das Auto besser zu verstehen und besser vergleichen zu können“, hofft Verstappen, dass es beim zweiten Anlauf am Sonntag besser läuft für das Gastgeber-Team.

Dass sich der junge Holländer Regen wünscht, ist verständlich. Letztlich hatte seinerzeit Verstappens Regen-Performance in der Formel 3 dazu geführt, dass er als Super-Talent von Mastermind Helmut Marko engagiert und über einen kurzen Halt im Junior-Team von Red Bull direkt in die Formel 1 gehievt worden war.

„Schaut ganz so aus, als ob es regnen könnte am Wochenende“, frohlockte Verstappen vor dem nächsten Auftritt auf dem Red Bull Ring. Regen würde nach dem trotz trockener Piste ausfallsreichen WM-Auftakt eine zusätzliche Komponente in den Kampf der Formel-1-Teams zu Saisonbeginn bringen. „Ich bin überzeugt, keiner weiß, wie stark er ist, wenn es auf der Strecke nass ist“, ist Verstappen überzeugt. „Das wird also interessant.“

Verstappen könnte eine nasse Strecke helfen, nach der vergebenen Siegchance am vergangenen Sonntag endlich anzuschreiben. 2020 ist das letzte Jahr, in dem der jüngste Formel-1-Pilot der Geschichte auch jüngster Weltmeister aller Zeiten werden kann. „Nach diesem verpatzten Wochenenden wird es sicherlich noch schwieriger“, ist Verstappen klar. „Noch ist nichts vorbei. Aber kommendes Wochenende muss ich endlich Punkte holen.“

krone Sport
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