01.07.2020 16:51 |

Tod nach Hochzeit

Bräutigam als Quelle für über 100 Infektionen

In Indien hat ein Bräutigam bei seiner Hochzeit mehr als 100 Personen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Der 26-Jährige zeigte am Tag seiner Hochzeit am 15. Juni Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Zwei Tage später ist der Mann gestorben. Sowohl bei der Hochzeit als auch bei der Beerdigung steckten sich demnach viele Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus an. 

Zur Hochzeit kamen mehr als 300 Gäste, bei der Beerdigung waren 200 Trauergäste anwesend. Aufgrund von Corona-Beschränkungen sind in Indien derzeit bei Hochzeiten nur 50 Personen und bei Beerdigungen 20 Teilnehmer erlaubt. Die Behörden leiteten deshalb Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Beschränkungen ein. 

„Bisher wurden 111 Menschen, die entweder an der Hochzeit oder der Beerdigung teilgenommen haben, positiv getestet“, sagte Raj Kishor Chaudhary von der Gesundheitsbehörde in Bihars Hauptstadt Patna. Auch alle anderen Gäste der beiden Anlässe seien „identifiziert und isoliert“ worden.

Familie holte Bräutigam aus Krankenhaus ab
Der Bräutigam, ein Software-Ingenieur, war erst eine Woche vor der Hochzeit aus der Hauptstadt Neu-Delhi zurückgekehrt. Wegen Beschwerden kam er zwischenzeitlich ins Krankenhaus, seine Familie holte ihn aber schon bald wieder ab.

Virus verbreitet sich in Indien rasant
Das neuartige Coronavirus hat sich in den vergangenen Wochen in Indien schnell ausgebreitet. Bisher wurden in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land fast 600.000 Ansteckungen nachgewiesen. 17.000 Infizierte starben.

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