Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat seinen Hilfsfonds für die von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffenen heimischen Vereine von einer Million auf 1,15 Millionen Euro aufgestockt. Aus rund 1400 Anträgen wurden 800 Klubs ermittelt, die mit Hilfsgeldern bedacht werden können. Diese werden mit Ende Juni ausbezahlt, gab der Verband am Dienstagabend bekannt.
500.000 Euro stellen die österreichischen A-Nationalspieler zur Verfügung. Die Spende wurde durch Solidaritätsbeiträge der ÖFB-Spitze, von Partnern sowie aus Mitteln der verbandseigenen Charity mehr als verdoppelt. Eine Jury, der neben ÖFB-Präsident Leo Windtner unter anderem Teamkapitän Julian Baumgartlinger angehörte, entschied, nach einem Ranking abgestufte Zahlungen von 2000 bzw. 1000 Euro zu leisten.
Bei Gleichwertigkeit der Förderwürdigkeit wurde laut Verbandsangaben das Engagement des jeweiligen Vereins im Bereich Frauen- und Nachwuchsfußball als Bewertungskriterium herangezogen. Vereine, die nicht zum Zug kamen, erhalten eine Einladung, mit 20 Personen kostenlos ein Länderspiel zu besuchen. „Es ist uns bewusst, dass wir angesichts der überwältigenden Zahl von Ansuchen nicht alle finanziellen Herausforderungen der Vereine lösen können“, sagte Windtner. „Die Unterstützung soll ein Zeichen an die Basis sein, dass Fußball-Österreich in schweren Zeiten zusammenhält.“
Der Verbandschef sieht in Anbetracht der Herausforderungen, mit denen viele der 2200 Fußball-Vereine aller Leistungsstufen im Land nach dem von Corona bedingten Saisonabbruch konfrontiert sind, auch die öffentliche Hand am Zug. Es sei wichtig, dass die angekündigten Hilfszahlungen für den Sport „so rasch und unbürokratisch wie möglich“ beantragt werden können. „Wir als ÖFB haben hier einen ersten symbolischen Schritt gesetzt.“
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