18.06.2020 16:43 |

Ex-Freundin in Tränen

Eklat bei Mordprozess: Richter rügte Anwältin

Beim Mordprozess gegen den 36-Jährigen, der unter Verdacht steht, seine schwangere Freundin umgebracht zu haben,  ist Donnerstagnachmittag auch eine ehemalige Geliebte des Angeklagten einvernommen worden. Die Frau wollte nicht in Anwesenheit des Mannes aussagen und brach immer wieder in Tränen aus. Schließlich musste der Vorsitzende Richter die Co-Verteidigerin zurückpfeifen. . .

Die Affäre der beiden Arbeitskollegen dauerte ein Jahr. Laut der Zeugin hätte der Angeklagte abfällig über seine Ehefrau geredet. Sie sei ein „Krebsgeschwür“, er würde sie am liebsten schlachten; sie sei für ihn sexuell nicht mehr interessant. Dann wurde die Affäre schwanger, der Klagenfurter hielt sie aber hin. Später hätte sie das Kind durch einen Blutsturz verloren.

Die Co-Verteidigern des Angeklagten, Christine Lanschützer, wollte die Schwangerschaft der Zeugin infrage stellen. Als sie detaillierte Fragen zum Blutsturz der Frau stellen wollte, untersagte Richter Liebhauser-Karl die Frage und erteilte der Verteidigerin eine scharfe Rüge. Die Zeugin verließ schluchzend den Gerichtssaal.

Befragt wurden auch die Eltern des Opfers. Der Vater erzählte vom engen Verhältnis zu seiner Tochter. Er habe gewusst, dass sie von einem verheirateten Mann schwanger war. Sie habe ihm auch gesagt, dass der Kindsvater eine Abtreibung haben wollte. Er hätte ihr 18.000 Euro geboten, wenn sie den Kindesvater nicht nennen würde.

Die Verhandlung wurde auf Freitag vertagt. Da werden weitere Zeugen vernommen und die Sachverständigengutachten erörtert.

 Kärntner Krone
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