Prozess in Wels:

Vater tyrannisierte Frau, Kinder und Kindermädchen

Ein heute 62-Jähriger soll in Oberösterreich über Jahrzehnte hinweg familiäre Gewalt ausgeübt haben: Betroffen sind seine zwei Ehefrauen, insgesamt neun Kinder und ein Kindermädchen. Einen Sohn soll er außerdem sexuell missbraucht haben. Die Vorwürfe reichen teilweise bis in die 1980er-Jahre zurück. Ab 25. Juni muss sich der Familienvater in Wels vor Gericht verantworten.

Der Fall wurde erst spät angezeigt, dann kamen aber etliche Vorwürfe auf den Tisch: Die Anklage legt dem Mann fortgesetzte Gewaltausübung, sexuellen Missbrauch von Unmündigen, Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses, das Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen, Körperverletzung, schwere Nötigung und gefährliche Drohung zur Last. Die Vorwürfe umfassen den Zeitraum von 1984 bis 2016.

Zwölf Opfer
Der Mann soll in seiner ersten Ehe die Frau und die Kinder immer wieder psychisch und physisch misshandelt haben, in seiner zweiten Ehe soll sich dieses Verhalten fortgesetzt haben. Betroffen sind laut Gericht neben den Partnerinnen pro Beziehung je vier gemeinsame Kinder sowie eine Stieftochter und ein Kindermädchen. Einen Sohn soll er zudem sexuell missbraucht haben, dieser war damals noch minderjährig. Mittlerweile sind die Kinder alle erwachsen.
Der Prozess dürfte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Wann ein Urteil gesprochen wird, war zunächst noch offen.

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Donnerstag, 21. Oktober 2021
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