11.06.2020 06:00 |

Techniker üben:

AKW Zwentendorf wird von Atomexperten gestürmt

Emsiges Treiben derzeit im sonst gespenstisch leeren Meiler Zwentendorf (NÖ). Denn das nie in Betrieb genommene EVN-Atomkraftwerk wird nun zu Übungszwecken von Nuklearexperten aus der ganzen Welt gestürmt.

Hintergrund des brennenden Interesses an der AKW-Anlage sind die europaweit massiven Ausstiegsszenarien aus der Atomkraft. Denn in Ländern wie Frankreich, Deutschland oder der Schweiz stehen immer mehr stillgelegte Kernkraftwerke. Diese wurden zwar vom Netz genommen, „strahlen“ aber noch vor sich hin. Genau hier kommt Zwentendorf ins Spiel.

„Anliegen, dieses Stück Zeitgeschichtezugänglich zu machen“
Denn es würde heute - weil für eine Nettobetriebszeit von 30 Jahren genehmigt, genau zu solchen alten Anlagen gehören. „Unser genau erhaltenes AKW wird damit auch global zu einem wichtigen Eckpfeiler für den Atomausstieg - und zwar als Trainingszentrum für den Rückbau alter Anlagen. Wenn gefährliche Arbeiten gut geplant und geübt werden, ist das eine schöne sinnvolle Sache“, so EVN-Kommunikationschef Stefan Zach, der auch betont, dass kostenlose Führungen für jedermann weiterhin stattfinden: „Es ist uns ein großes Anliegen, vielen Menschen dieses wertvolle Stück Zeitgeschichte zugänglich zu machen.“

M. Perry, Ch. Matzl, Kronen Zeitung

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