Dicke Luft im Kurort:

Erkrankter Ortschef erhitzt mit Video-Dreh Gemüter

In Windischgarsten zog VP-Bürgermeister Norbert Vögerl den Zorn vieler Gemeindebürger auf sich. Er verabschiedete sich mitten in der Affäre um liegengelassene Akten am Bauamt in den Krankenstand. Im Burn-out drehte er nun ein Werbevideo für die Almhütte seiner Tochter. Dort soll er gelegentlich Kellnern.

In den kommenden Tagen möchte der Windischgarstener Ortschef Norbert Vögerl die Pläne über seine weitere Zukunft bekannt geben. Ein Rücktritt ist nicht ausgeschlossen.

Zwei Vizebürgermeister gingen
Derzeit führt die ehemalige Gemeinderätin Barbara Blutaumüller (ebenfalls ÖVP) die Geschäfte. Der erste Vizebürgermeister verabschiedete sich im Frühjahr aus beruflichen Gründen von dieser Funktion. Im letzten Gemeinderat endete die Periode von „Vize“ Reinhard Virag (SP). Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Causa um liegengelassene Bauakte. Vögerl ist wegen Amtsmissbrauchs angezeigt. Die Ermittlungen verfolgt Vögerl hauptsächlich auf knapp 1000 Metern Seehöhe von der Almhütte seiner Tochter am Wurbauerkogel mit. „Die frische Luft bei den Bergbauern Reith tut mir gut. Die Genesung schreitet auch voran“, meinte Vögerl zur „Krone“.

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Was einem gut tut, soll man im Burn-out auch machen. Und mir tut der Dreh eines Videos gut. Es ist auch nicht verboten.

Norbert Vögerl, ÖVP-Bürgermeister in Windischgarsten

Weniger gut schmeckt ihm die Kritik an einem kürzlich gedrehten Werbevideo für die Almhütte. „Ich hab mir ja nicht den Fuß gebrochen, ich darf ja auch Radfahren. Ein privates Video zu drehen, ist auch nicht verboten“, so der erkrankte Bürgermeister.

Auch als Kellner im Einsatz?
Im Luftkurort erhitzt aber nicht nur das Video die Gemüter. Es geht das Gerücht um, dass Vögerl auf der Alm als Kellner arbeitet – er sagt: „Das ist an den Haaren herbeigezogen. Ich setze mich nur sehr gerne zu den Gästen dazu, weil ich ein geselliger Mensch bin.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 19. Oktober 2021
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