03.06.2020 08:55 |

Wollten Shop schützen

USA: Schwarze riefen Polizei und wurden verhaftet

Nächster Zwischenfall, der nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd die explosive Lage in den USA wohl weiter verschärfen wird: In Los Angeles ist eine Gruppe Schwarzer, die einen Shop vor Plünderern schützte, festgenommen worden. Der Zwischenfall wurde live im Fernsehen übertragen. Zu sehen war, wie mehrere Polizeibeamte die Verfolgung der mutmaßlichen Plünderer aufnahmen, andere weiße Polizisten richteten ihre Waffen aber gegen die Beschützer des Ladens und ließen die Handschellen klicken.

Drei Schwarze standen in Los Angeles im Viertel Van Nuys vor einem Laden, wehrten Plünderer ab und riefen die vorbeifahrende Polizei zur Hilfe, wie Aufnahmen des örtlichen Fernsehsenders Fox 11 zeigten. Das Video verbreitete sich in den USA am Dienstag rasant in sozialen Medien. Viele Nutzer kommentierten, der Vorfall zeige erneut, dass die US-Polizei Schwarze noch immer vor allem als Täter sehe.

Besitzer des Ladens klärte Verwirrung auf
Eine der drei festgenommenen Personen sagte später, die Polizei habe sie wieder freigelassen, nachdem der Besitzer des Ladens die Verwirrung aufgeklärt habe.

In Los Angeles kam es am Rande der Demonstrationen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz im Bundesstaat Minnesota wiederholt zu Plünderungen.

Bürgerrechtsklage gegen die Polizei
Der Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, teilte mit, die Menschenrechtsabteilung seiner Verwaltung habe eine Bürgerrechtsklage gegen die Polizeibehörde eingebracht. Nun würden deren Richtlinien, Verfahren und Praktiken der vergangenen zehn Jahren untersucht, um herauszufinden, ob die Polizei in Minneapolis systematisch Minderheiten diskriminiert habe.

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