21.05.2020 06:00 |

In nur einem Monat

Bank erklärt junge Frau gleich zweimal für tot

Eine Wiedergängerin ist Katharina Z. definitiv nicht. Dennoch hatte ihre Hausbank in Wien die quicklebendigen Ottakringerin zweimal in drei Wochen für tot erklärt und das Konto gesperrt. Schuld daran trägt nicht ein Computerfehler, sondern ein übereifriger Mitarbeiter.

Als beim Online-Banking nichts mehr ging, wandte sich Katharina Z. an die easybank/Bawag. „Mir wurde gesagt, ich werde als ,verstorben‘ geführt“, so die Betroffene. Ihr Konto wurde nach Einschreiten ihres Rechtsanwalts zwar wieder geöffnet, drei Wochen später ist es aber erneut gesperrt. Wieder musste sich die Angestellte anhören, dass sie nicht mehr am Leben sei. Das war für die junge Frau zu viel. Weil sie kurz davor Mutter und Großvater zu Grabe getragen hatte, bekam sie nun psychische Probleme und verlor ihren Job.

„Es liegt hier ein Fehler eines Mitarbeiters vor“
Die Medikamente und Schmerzensgeld – in Summe knapp 2400 Euro – klagt Katharina Z. ein. „Es liegt hier ein Fehler eines Mitarbeiters vor, den wir sehr bedauern. Wir haben uns bei der Kundin mehrfach entschuldigt“, heißt es von der Bawag. Normalerweise benötigen Banken eine schriftliche Mitteilung über das Ableben von Kunden. Das lag hier offenbar nicht vor. „Einmal kann ein Versehen sein. Zweimal wohl eher nicht“, meint Z.s Anwalt Thomas Fraiß und zieht vor Gericht.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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