Üble Nachrede

Wut im Netz brachte Ex-Politiker vor Gericht

Tirol
11.03.2026 07:00

Nach schweren Vorwürfen auf Facebook gegen einen Tiroler Bürgermeister musste sich ein 71-jähriger Tiroler wegen übler Nachrede vor Gericht verantworten. Der ehemalige Politiker kam mit einem blauen Auge davon.

Mehrere Facebook-Postings mit brisanten Vorwürfen gegen den Bürgermeister einer Tiroler Gemeinde brachten einen ehemaligen FPÖ-Landtagsabgeordneten in Innsbruck vor Gericht.

Richter Bernhard Rüßkamp
Richter Bernhard Rüßkamp(Bild: Christof Birbaumer)

Der 71-Jährige hatte behauptet, das Gemeindeoberhaupt habe als Baubehörde erster Instanz einem Verwandten erlaubt, die Abstandsregeln der Tiroler Bauordnung zu umgehen. Mit diesen schweren Anschuldigungen war der Angeklagte jedoch bereits vor dem Landesverwaltungsgericht gescheitert.

Projekt „Dialog statt Hass“ als Auflage für Diversion
Auf äußerst feinfühlige Art und Weise brachte Richter Bernhard Rüßkamp den Tiroler schließlich dazu, einzuräumen, dass er sich zu Grenzüberschreitungen hinreißen hatte lassen. Das Verfahren wurde mit einer Probezeit von zwei Jahren eingestellt. Der 71-Jährige muss aber beim Projekt „Dialog statt Hass“ vom Verein Neustart teilnehmen, wo der Umgang mit Meinungsäußerungen im Internet thematisiert wird.

„Ich geh’ eh lieber Skifahren, als mich über das alles zu ärgern“, willigte der Ex-Politiker dem Diversion-Angebot ein und will die Postings rasch löschen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Tirol
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt