Nach Coronavirus-Krise

Herzog-Kumpel befürchtet Welle von Suchtkranken!

Der inzwischen als Suchtberater tätige deutsche Ex-Fußball-Profi Uli Borowka befürchtet durch die Coronakrise gravierende Folgen in der Gesellschaft. „In den nächsten Jahren erwarten wir eine Welle von suchtkranken, psychisch kranken Menschen. Es sind verdammt viele - viel zu viele - in kurzer Zeit in die Sucht abgerutscht“, sagte der 57-jährige Ex-Nationalspieler dem Internetportal „Sportbuzzer“.

Die Rückfallquote sei in den letzten Wochen enorm gestiegen. Suchtkranke und depressiv veranlagte Menschen seien besonders anfällig, in alte krankhafte Verhaltensmuster abzugleiten, so Borowka. Das gelte auch für eine Reihe von Sportlern, wie der frühere Teamkollege von ÖFB-Rekordnationalspieler Andreas Herzog bei Werder Bremen erklärte. „Einige Dutzend Profisportler verfallen in Zeiten der Isolation und Unsicherheit in verstärkten Alkoholkonsum.“ So sei die Schließung von Sportanlagen keine gute Maßnahme gewesen.

„Auch dadurch haben wir viel mehr Kranke in allen Richtungen bekommen - Übergewicht, Herz-Kreislauf- und psychische Probleme. Viele brauchen das Adrenalin beim Sport“, betonte Borowka. Auch zum Gehaltsverzicht der Profis hat er eine klare Meinung: „Die reden von 10 oder 20 Prozent - da kriege ich ja einen Hals. Wenn ich heutzutage Werder-Profi wäre, würde ich auf mein komplettes Gehalt bis Saisonende verzichten. Das wäre ich mir selber schuldig.“

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Dienstag, 02. Juni 2020
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