06.05.2020 09:37 |

Eine Studie macht Mut:

Ist der Amateurfußball bald wieder möglich?

Die fußballose Zeit könnte vielleicht bald der Geschichte angehören! Eine dänische Studie lässt die Kicker hoffen. Virologe Allan Ran­drup Thomsen: „Für mich gibt es keine Pro­bleme mit nor­malem Fuß­ball. Im Fußball hat man nor­ma­ler­weise nur kurz­fris­tigen Kör­per­kon­takt, daher denke ich, dass es ziem­lich sicher ist, zu spielen.“ Sein Wort in Gottes Ohr...

Ab 15. Mai soll es auch endlich wieder Amateur- und Hobbyteams erlaubt sein am Trainingsplatz zu stehen. „Aber wir reden da nicht von einem normalen Spiel, sondern vom Training mit dem Ball, weil die Abstände eingehalten werden müssen“, sagte Sportminister Kogler. Die Vorfreude ist sehr groß, doch noch fehlt die Verordnung dafür.
Ohne dieser wird es auch am 15. Mai nicht klappen. Eine Studie aus Dänemark macht derzeit sogar Hoffnung auf mehr. Die Berechnungen zeigen nämlich, dass bei einem Fußballspiel im Freien das Corona-Infek­ti­ons­ri­siko äußerst gering ist.

Für die Berechnung wurden die Bewegungsabläufe der Spieler in 14 Partien der höchsten dänischen Spielklasse (Superliga) analysiert. Dabei wurde stets simuliert, dass sich ein mit dem Coronavirus infizierter Spieler auf dem Platz befindet. Mit diesem infizierten Spieler wären alle anderen Kicker auf dem Platz im Schnitt lediglich eine Minute und 28 Sekunden in direktem Kontakt (weniger als zwei Meter voneinander entfernt). Mediziner gehen davon aus, dass die Covid19-Viren bei einem Kontakt mit infektiösen Personen von mindestens 15 Minuten bei einem Abstand von zwei Metern übertragen werden. Die Berechnung mit einem infizierten Spieler liegt demnach weit unter dieser 15-Minuten-Marke.

„Für mich gibt es keine Probleme zu spielen“
Sollten sich mehrere infizierte Spieler auf dem Platz befinden, ließe sich das Ergebnis der Studie einfach multiplizieren. Bei zwei Infizierten Kickern liege der Wert bei durchschnittlich drei Minuten. Der dänische Virologe Allan Ran­drup Thomsen, war an dieser Studie nicht beteiligt, wurde aber dazu befragt, meint: „Für mich gibt es keine Pro­bleme mit nor­malem Fuß­ball. Im Fußball hat man nor­ma­ler­weise nur kurz­fris­tigen Kör­per­kon­takt, daher denke ich, dass es ziem­lich sicher ist, zu spielen.“

Bald wieder Amateurfußball?
Doch auch hier würde im täglichen Training gelten: Abstand halten, getrenntes Umziehen, kein gemeinsamer Torjubel. Dennoch muss noch einmal erwähnt werden, dass bei dieser Studie eine durchschnittliche Kontaktdauer berechnet wurde. Die tatsächliche Kontaktzeit während eines Spiels variiert freilich. Nichtsdestotrotz macht diese Studie Hoffnung, dass auch in Zeiten der Corona-Krise ein Fußballbetrieb durchaus möglich und durchführbar wäre. Damit lebt auch die Hoffnung für die Amateurfußballer, gehen die Forscher doch davon aus, dass die durchschnittliche Kontaktzeit in unteren Ligen um einiges geringer ausfällt als im Profifußball. Das hat den Hintergrund, dass die Abstände deutlich größer und das Spieltempo geringer sind. Zudem werden Zweikämpfe weniger intensiv geführt als im Profibereich. 

Marco Cornelius
Marco Cornelius
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