30.04.2020 07:05 |

Angst vor Coronavirus

Sieben Tote bei Ausbruchsversuch in Sierra Leone

Aus Angst um ihre Gesundheit aufgrund der Pandemie haben Insassen eines Gefängnisses in Sierra Leone versucht, aus der überfüllten Haftanstalt auszubrechen - dabei starben zwei Wachleute und fünf Häftlinge. Der gescheiterte Fluchtversuch ereignete sich wenige Tage, nachdem die Behörden einen Coronavirus-Infektionsfall in dem Gefängnis bestätigt hatten.

Die Polizei in der Hauptstadt Freetown berichtete, dass das Pademba-Road-Gefängnis am Mittwoch in der Früh in Flammen gestanden hatte. Die Regierung von Sierra Leone verurteilte den „versuchten Gefängnisausbruch“ scharf. Es handle sich um einen Versuch, die Staatssicherheit zu untergraben. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

Neuzugang in Gefängnis zuvor positiv auf Coronavirus getestet
Am Montag hatte die Regierung bekannt gegeben, dass ein erst kürzlich ins Gefängnis gekommener Insasse positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden sei. In dem westafrikanischen Land wurden insgesamt 116 Infektionsfälle registriert, mindestens vier Menschen starben an den Folgen der Infektion.

Das Pademba-Road-Gefängnis ist wie viele Haftanstalten in Sierra Leone stark überfüllt. In der für 300 Insassen ausgelegten Einrichtung sind mehr als 1000 Menschen untergebracht. Menschenrechtsorganisationen riefen die Regierung angesichts der Pandemie zur Freilassung solcher Insassen auf, die wegen weniger schwerwiegender Verbrechen verurteilt worden waren.

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