24.04.2020 06:00 |

Rückkehr in Klassen

Warten hat Ende: Schule ab jetzt im Schichtbetrieb

Rund 13.000 Schüler bzw. 1,9 Prozent der Gesamtschülerzahl werden laut Bildungsministerium derzeit an den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen und Sonderschulen betreut. Die Anzahl an Schülern in Betreuung hat sich aber seit der Zeit vor Ostern versechsfacht. Die Rückkehr zum Unterricht in die Klassen ist eine Gratwanderung, es besteht Sorge vor einer zweiten Welle im Herbst. Alles dreht sich um Abstand und gestaffeltes Lernen.

Bis zur letzten Minute wurde am Plan für die Öffnung der Schulen gebastelt, Unterrichtsminister Heinz Faßmann stimmte sich am Donnerstag noch mit den Bildungsdirektionen in allen Bundesländern ab. Die Rückkehr in die Klassen ist eine Gratwanderung - von vielen erwünscht, von ebenso vielen skeptisch betrachtet. Und natürlich besteht die Sorge vor einem neuerlichen Corona-Ausbruch und einer dann vielleicht notwendigen Schließung der Schulen im Herbst.

Vorgesehen ist, dass nach den Maturanten, die ja schon am 4. Mai starten, Mitte Mai vermutlich Volksschule und Unterstufe loslegen. Mit etwas zeitlichem Abstand sollen dann die anderen folgen.

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Zuerst Hände waschen oder desinfizieren
Abstand ist generell das oberste Gebot bei der Rückkehr in die Klassen. Es wird gestaffelt, wo es nur geht. Etwa beim täglichen Unterrichtsbeginn, denn der erste Weg wird die Schüler zum Waschbecken führen. Es gilt, die Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich auf dem Weg in den Unterricht so wenig wie möglich begegnen.

Unterricht wird auf Gruppen aufgeteilt
Wie berichtet, sollen pro Raum nicht mehr als zwölf Tische stehen. Das wird oft eine Teilung der Klasse notwendig machen. Und weil es für einen gleichzeitigen Unterricht in den meisten Schulen weder genug Lehrer noch genug Räume gibt, wird es dort wohl einen Schichtbetrieb geben. Das könnte so aussehen: Gruppe A hat in einer Woche drei Tage Unterricht, Gruppe B zwei Tage, in der Woche darauf wird diese Einteilung dann umgedreht.

Aus Deutschland gibt es Fotos, auf denen Maturanten mit Gesichtsmaske in der Klasse zu sehen sind. Das wird es bei uns nicht geben. Ein Mund-Nasen-Schutz ist für Schüler und Lehrer in den Gängen vorgeschrieben, das Lernen in der Klasse soll unmaskiert erfolgen. Wer nicht zur Schule kommen kann, entweder wegen Krankheit oder Zugehörigkeit zur Risikogruppe, gilt als entschuldigt, muss sich um den Stoff jedoch selbst kümmern.

Knapp zwei Prozent derzeit in Betreuung
Derzeit sind nur knapp zwei Prozent der Schüler in Betreuung, wie das Bildungsministerium in einer Aussendung wissen ließ. Allerdings bedeutet bereits diese Zahl an circa 13.000 Schülern eine Versechsfachung in der Zeit nach Ostern. „Jeden Tag kommen mehr Kinder in die Betreuung. Klar ist: Kein Kind darf zurückgewiesen werden und es ist auch keine Extrabescheinigung erforderlich“, so Bildungsminister Faßmann. Das gelte auch für Kindergärten, wo Frauenministerin Susanne Raab eine Verordnung des Gesundheitsressorts ankündigte.

Man habe von Anfang an betont, dass die Betreuung der Kinder nicht durch Großeltern oder andere Personen, die aufgrund einer Vorerkrankung gefährdet sind, erfolgen soll, so Faßmann. „Deshalb haben wir auch die Möglichkeit der Betreuung an den Schulstandorten und in den Kindergärten geschaffen. Von Beginn an galt, dass das Angebot der Betreuung unabhängig vom beruflichen Hintergrund der Eltern und Erziehungsberechtigten in Anspruch genommen werden kann“, betonte der Minister.

Die „Krone“ schafft gemeinsam mit Bildungsexperten Abhilfe in dieser herausfordernden Zeit und stellt neben einer Fülle an Lerntipps auch eine laufend erweiterte Auswahl an Übungen für unterschiedliche Schulstufen auf krone.at/hausaufgaben zur Verfügung.

Kronen Zeitung/krone.at

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