22.04.2020 16:22 |

An Spital gespendet

Familie stiftet Stephen Hawkings Beatmungsgerät

Die Hinterbliebenen des britischen Physikers Stephen Hawking haben dessen Beatmungsgerät angesichts der Corona-Pandemie an ein Krankenhaus gespendet. Das Gerät ihres 2018 verstorbenen Vaters sei dem Royal Papworth Hospital in Cambridge gestiftet worden, teilte Hawkings Tochter Lucy am Mittwoch mit. Dort war der Physiker, der unter der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) litt, immer wieder behandelt worden.

„Für meinen Vater als Beatmungspatient war das Royal Papworth unglaublich wichtig und es half ihm durch einige schwierige Zeiten“, erklärte Lucy Hawking. In dem Krankenhaus könne das Beatmungsgerät nun „an der vordersten Front gegen die Covid-19-Epidemie stehen“ und „einigen unserer alten Freunde dort“ helfen.

Hawking saß die meiste Zeit seines Lebens im Rollstuhl und war auf einen Sprachcomputer angewiesen. Einen Teil seiner lebensnotwendigen Ausrüstung erhielt der geniale Wissenschafter vom britischen Gesundheitsdienst NHS. Diese sei nach seinem Tod zurückgegeben worden, sagte seine Tochter. Das nun gestiftete Beatmungsgerät habe ihr Vater aber auf eigene Kosten angeschafft.

„Unterstützung ist sehr wichtig“
Der Leiter der Beatmungsmedizin im Royal Papworth, Mike Davies, bedankte sich für die Spende von Hawkings Familie. „Wir sind gerade sehr beschäftigt damit, uns um lebensgefährlich erkrankte Covid-19-Patienten zu kümmern, und die Unterstützung, die wir von Patienten, ihren Familien und der örtlichen Gemeinde erhalten, ist sehr wichtig“, erklärte der Mediziner. Allein in Großbritanniens Krankenhäusern starben bisher mehr als 17.300 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Stephen Hawking war am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren gestorben. Einem breiten Publikum wurde er durch seinen 1988 erschienenen Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“ bekannt, in dem er einem nicht-wissenschaftlichen Publikum die Natur des Universums erklärte.

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