08.04.2020 16:51 |

Coronavirus-Krise

Aufruf zum Verzicht auf Bergsport-Aktivitäten

„Du entscheidest“: Jetzt liegt es an jedem einzelnen, durchzuhalten, damit Österreich die Trendwende in der Corona-Krise schafft. In diesem Sinne rufen jetzt auch die Alpinpolizei und Bergretter des Landes dazu auf, Bergsport-Aktivitäten besser bleiben zu lassen. Die Helfer rechnen in den kommenden Tagen wieder vermehrt mit Sportausflügen im unwegsamen und alpinen Gelände. Weil Unfälle dort meist schwere Verletzungen und längere Krankenhausaufenthalte zur Folge hätten, wird zum Verzicht geraten.

Spitalsbetten und Ressourcen müssten gerade jetzt geschont werden, wie Alpinpolizei und die österreichische Bergrettung betonen. „Zusätzlich sind bodengebundene Bergrettungseinsätze auch sehr mannschaftsintensiv“, erinnerte die Landesorganisation Niederösterreich/Wien des Bergrettungsdienstes in einer Aussendung. Entsprechend ergebe sich hier ein erhöhtes Infektionsrisiko sowohl für die Verunfallten als auch die Rettungsmannschaften.

Bei Einsatz können Corona-Richtlinien nicht befolgt werden
Ein Bergrettungseinsatz in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bedeutet für die Helfer in den meisten Fällen, „den Corona-Richtlinien nicht Folge leisten zu können“, betonte Matthias Cernusca, Landesleiter der Bergrettung Niederösterreich/Wien. „Die bestehenden Verkehrs- und Ausgangsbeschränkungen bleiben erhalten“, erinnerte Stefan Hochstaffl, Präsident des Bergrettungsdienstes.

„Lebensräume der Wildtiere respektieren“
Einen Appell gab es am Mittwoch auch seitens des NÖ Jagdverbandes. In den vergangenen Tagen seien in Niederösterreich vermehrt Wildrisse durch Hunde und entwendete Vogelnester sowie Gelege gemeldet worden. Es gehe darum, „die Lebensräume der Wildtiere zu respektieren“, richtete sich Landesjägermeister Josef Pröll an Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Mountainbiker. Hunde sollten angeleint werden.

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