01.04.2020 14:34 |

Für Patiententransport

Frankreich rüstete Züge zu Intensivstationen um

In der französischen Hauptstadt sind die Krankenhäuser aufgrund der Coronavirus-Pandemie extrem überlastet. Nun wurden TGV-Hochgeschwindigkeitszüge zu mobilen Intensivstationen umgerüstet, um Patienten aus Paris in andere Kliniken verlegen zu können - es handelt sich um die bisher größte Aktion zum Transport schwerkranker Corona-Patienten im Land.

Die Lage in Paris ist dramatisch: „Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind“, musste Aurelien Rousseau, Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde Ile de France, am Mittwoch verkünden. Obwohl die Kapazitäten bereits verdoppelt wurden, sei man nun an die Grenzen der Möglichkeiten gestoßen: „In der Region Paris gibt es 1200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2700 Patienten auf der Intensivstation“, erklärte Rousseau.

38 Schwerkranke müssen verlegt werden
Doch auch wenn man sich bemühe, „ein Intensivbett nach dem anderen“ aufzutreiben, es reicht derzeit einfach nicht. Daher werden schwer erkrankte Patienten nun mit Sonderzügen in Krankenhäuser in der Bretagne gebracht. Laut der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich um 38 Menschen, die in den speziell umgerüsteten Hochgeschwindigkeitszügen nach Brest, Rennes und Saint-Brieuc verlegt werden.

Trauriger Rekord an Todesfällen am Dienstag
Erst am Dienstagabend musste Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon einen dramatischen Anstieg an Todesopfern, die sich mit dem Virus infiziert hatten, bekannt geben. Es habe 499 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gegeben. Ein trauriger Rekord seit dem Ausbruch der Pandemie in Frankreich. 34 Prozent der Intensiv-Patienten seien unter 60 Jahre alt.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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