01.04.2020 13:47 |

Bei Kabinettssitzung

Johnson veröffentlichte sensible Daten auf Twitter

Der britische Premier hat mit einem Tweet eine Debatte wegen Sicherheitsbedenken ausgelöst. Boris Johnson veröffentlichte am Dienstag stolz ein Bild von seiner ersten digitalen Kabinettssitzung - dabei waren auch die Identifikationsnummer der Konferenz und die Anmeldenamen mehrerer Teilnehmer zu sehen. Experten raten davon ab, solche Daten öffentlich preiszugeben.

„Heute Morgen habe ich die erste digitale Kabinettssitzung geleitet“, schrieb Johnson stolz. Er wusste da noch nicht, dass er sich mit diesem scheinbar harmlosen Posting auf Twitter viel Spott und Häme einhandeln wird - dabei steht der Premier wegen des Vorwurfs, zu spät Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie getroffen zu haben, bereits massiv unter Kritik.

IT-Experte: Nutzer könnten sich „im schlimmsten Fall“ einklinken
Die Sitzung wurde über die Videokonferenzsoftware Zoom abgehalten - diese wird auch von vielen anderen Unternehmen und Privaten genutzt. Die Konferenzen können mit einem Passwort geschützt werden. Dennoch warnen Experten davor, auch in so einem Fall Daten darüber zu veröffentlichen. „Im schlimmsten Fall wird die Identifikationsnummer (ID) der Konferenz wiederverwendet, ist nicht durch ein Passwort geschützt und ein Mithörer kann sich einklinken“ sagte Jonathan Knudsen von der US-Softwarefirma Synopsis.

Ein Regierungssprecher versicherte, die Konferenz sei passwortgeschützt gewesen und die ID werde nicht erneut benutzt. Das britische Verteidigungsministerium hatte die Nutzung der Software allerdings wegen Sicherheitsbedenken kürzlich für seine Mitarbeiter verboten.

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