30.03.2020 10:00 |

4000 Anträge

Erstes Geld für die Härtefälle

Laut Wirtschaftskammer Salzburg haben seit Freitagabend 4000 Selbstständige und kleine Unternehmen Anträge beim Härtefällefonds gestellt und 80 Prozent bereits einen positiven Bescheid. Heute soll das erste Geld fließen. Aber nicht alles läuft optimal – Kritik kommt vor allem von den Freiheitlichen.

Je nach Einkommen bekommen unter anderem Selbstständige, kleine Unternehmen oder Freiberufler in einem ersten Schritt 500 oder 1000 Euro aus dem Härtefällefonds der Bundesregierung an Soforthilfe.

Über 4000 Anträge sind von Freitag, 17 Uhr, bis zum Sonntagnachmittag bei der Salzburger Wirtschaftskammer eingelangt und 80 Prozent davon zur Überweisung freigeben. Damit sollte zwischen Montag und Mittwoch das Geld auf den Konten der Antragsteller landen. Österreichweit wurden im gleichen Zeitraum 51.000 Anträge gestellt.

Trotz der schnellen Hilfe läuft es aber nicht auf der ganzen Linie rund. Vor allem die Salzburger Freiheitlichen üben Kritik an der Art und Weise. Abgesehen davon, dass die Server der Wirtschaftskammer bereits am ersten Tag durch die vielen Anträge ihren Geist aufgaben, kritisieren sie generell die Verwaltung des Fonds durch die Wirtschaftskammer scharf. Für FP-Chefin Marlene Svazek sind es vor allem zwei große Punkte, die alles andere als ideal sind: Die Kontrollrechte der WKO und die strengen Zugangskriterien. „Die Unternehmer müssen einer umfangreichen Verarbeitung von personenbezogenen Daten zu ihrer wirtschaftlichen Lage zustimmen inklusive Kontrollrechten durch die WKO und das auf zehn Jahre“, so Svazek.

Für zu wenig durchdacht hält sie die Zugangskriterien, denn Doppelversicherte – SVS und geringfügig ÖGK – fallen um diese Förderung generell um.

Felix Roittner

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