17.03.2020 18:45 |

Daten liegen vor

Anschober zu Ischgl: „Fehler nicht auszuschließen“

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wollen den Umgang der Behörden im Tiroler Ischgl mit der Corona-Krise genau prüfen und aus allfälligen Fehlern lernen und Verbesserungen erzielen. „Man kann nirgendwo ausschließen, dass Fehler passieren“, sagte Anschober. Indes sagte Landeshauptmann Günther Platter, dass man die Sache im Nachhinein aufarbeiten müsse.

Der Gesundheitsminister berichtete, er habe sich die Daten vorlegen lassen, man werde das genau analysieren. „Schauen wir es uns an, wo hat es funktioniert, wo sind Fehler passiert.“ Fehler seien „in einer derartigen Situation nicht auszuschließen“ - und: „Dann braucht es auch Konsequenzen, um Verbesserungen zu erreichen.“ Innenminister Nehammer sagte, alle, die im Einsatz stehen, seien gezwungen, „ihr Bestes zu geben“. Und: „Ja, wir sind alle gefordert, aus Abläufen zu lernen, besser zu werden.“

Quarantäne wird kurzfristig entschieden
Weitere Quarantäne-Maßnahmen (wie in Tirol, Vorarlberg und im Kärntner Heiligenblut) sind derzeit nicht in Vorbereitung, sagte Anschober. Ausschließen konnte er Derartiges für die Zukunft aber nicht „Es wird jeden Tag evaluiert“, ob es zu lokalen Cluster-Bildungen kommt und wie hoch das Risiko Ausbreitung ist. „Dann wird immer am selben Tag entschieden, gleichgültig, wie der Ort heißt, ob es prominente Wirtschaftstreibende gibt oder nicht.“

„Im Nachhinein klären“
Tirols Landeshauptmann Platter reagierte am Dienstagabend erneut auf die Vorwürfe, wonach die Behörden - vor allem in Sachen Ischgl - zu spät hinsichtlich der Eindämmung des Coronavirus gehandelt hätten. Man müsse im Nachhinein die Abläufe „auf den Prüfstand stellen und klären, was besser gemacht werden hätte können“, räumte Platter ein.

„Schnelle und radikale Entscheidungen“
„Wir werden das auch rasch aufarbeiten müssen“, meinte der Landeshauptmann. Leider könne niemand „das Buch von hinten lesen“. Alles richtig zu machen sei angesichts dieser Krise nicht möglich. Wenn die Situation überstanden sei, müsse Tirol „daraus Lehren für die Zukunft ziehen“. In seinen Augen seien Entscheidungen „schnell“ getroffen worden und „sehr radikal“ - „aber diese Kompromisslosigkeit rettet am Ende Leben“, so der Landeshauptmann in einer Aussendung.

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