24.07.2010 21:28 |

Schleck geschlagen

Spanier Contador vor 3. Gesamtsieg bei Tour de France

Topfavorit Alberto Contador hat sich am Samstag im langen Einzelzeitfahren der Tour de France keine Blöße gegeben und steht vor dem großen Triumph. Der Spanier hat seinen dritten Gesamtsieg nach 2007 und 2009 im wichtigsten Radrennen der Welt sicher, so er am Sonntag unfallfrei das Ziel der 97. Auflage in Paris erreicht. Denn auf der Schlussetappe wird der Führende traditionell nicht mehr attackiert.

Der 27-jährige Profi des Astana-Team hielt auf dem 19. Teilstück von Bordeaux nach Pauillac (52 km) als Tages-35. seinen schärfsten Rivalen, den überraschend stark fahrenden Andy Schleck (44.), um 31 Sekunden auf Distanz und hat vor den letzten 102 Kilometern insgesamt 39 Sekunden Vorsprung auf den Luxemburger.

Tagessieg geht an Cancellara
Den Tagessieg sicherte sich der Schweizer Olympiasieger Fabian Cancellara mit 17 Sekunden Vorsprung auf den Deutschen Tony Martin. Der Russe Denis Mentschow verbesserte sich vom vierten auf den dritten Platz (2:02 zurück), als Tages-Elfter überholte er den Spanier Samuel Sanchez (40.). Der Tiroler Thomas Rohregger belegte knapp vor dem einstigen Dominator Lance Armstrong, der sein letztes Tour-Zeitfahren bestritt, den 64. Platz, in der Gesamtwertung ist der Milram-Profi 74.

Der fast 39-jährige Armstrong, der bei seinem siebenten und letzten Toursieg 2005 ein Zeitfahren in Bordeaux gewonnen hatte (11. Sieg im Kampf gegen die Uhr), büßte 7:05 Minuten auf Cancellara ein. Der US-Amerikaner, gegen den die US-Behörden im Zusammenhang mit Doping-Verdächtigungen seines Ex-Teamkollegen Floyd Landis ermitteln, war 2009 zur Tour zurückgekehrt und Gesamt-Dritter geworden.

Gesamtsieger ohne Etappensieg?
Contador hatte Tränen in den Augen, als er zum heuer vorletzten Mal das Gelbe Trikot überstreifte. Er wird sich in die Siegerliste eintragen, ohne einen Etappenerfolg gefeiert zu haben - Schleck hat hingegen zwei Bergetappen gewonnen. Contadors Vorsprung von 39 Sekunden ist der fünftkleinste der Geschichte. Den knappsten hatte Greg LeMond 1989 acht Sekunden vor Laurent Fignon gefeiert.

Schleck, den man mit mindestens einer Minute Rückstand im Zeitfahren erwartet hatte, verblüffte bei Gegenwind und nahm seinem Rivalen bis Halbdistanz sogar einige Sekunden ab. Doch im Finish war Contador stärker. Er hatte im Vorjahr das letzten Zeitfahren vor Cancellara gewonnen.

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