Meusburger, die alle ihre vier Viertelfinal-Teilnahmen auf der Damen-Tour im Gasteinertal geschafft hat, nahm zunächst ganz klar Kurs auf das Endspiel. Die Dornbirnerin mit Wohnsitz Seefeld spielte gegen ihre höher eingeschätzte Gegnerin ihr großes Selbstvertrauen aus und entschied den ersten Satz nach drei Breaks und nur 26 Minuten mit 6:1 für sich.
Schweizerin legt anfängliche Unsicherheit ab
Doch ihre 21-jährige Gegnerin, die im Gegensatz zu Meusburger schon einen Titel erobert hat (Luxemburg 2009), legte in der Folge ihre Unsicherheit und Ungeduld ab und stellte sich immer besser auf den durch Regen langsameren Platz ein. Nach mehreren Aufschlagverlusten auf beiden Seiten gab Meusburger ihr Service zum 4:5 und in der Folge den zweiten Satz ab. Im dritten Set verlor die ÖTV-Spielerin zum vierten Mal in Folge ihren Aufschlag (zum 1:2), verkürzte danach zwar, ließ aber drei Breakbälle zum 4:4 ungenützt. Angesichts des 3:5-Rückstands begann Meusburger zu hadern und gab das letzte Game fast ohne Widerstand aus der Hand. Nach 2:06 Stunden stellte Bacsinszky in den Duellen auf 3:1.
"Es war ein enges Match, ich hätte es in der Hand gehabt", meinte Meusburger nach dem Spiel enttäuscht. "Aber ich habe meine Breakchancen nicht nützen können (nur 7 von 18, Anm.) und so hat sie das Spiel noch gedreht." Über den Einzug ins Halbfinale werde sie sich mit etwas Abstand sicher mehr freuen, wenn die unmittelbare Enttäuschung abgeklungen sei, meinte Meusburger, die einen Scheck über 10.200 Euro erhielt. "Denn ich habe hier einen sehr schönen Erfolg gehabt, das gibt Selbstvertrauen." Nachdem sie im Vorjahr im Viertelfinale ausgeschieden war, wird sie sich in der Rangliste dank der 130 gewonnenen Punkte von Rang 89 verbessern.
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