Geste gegen Star-Coach

LASK, aufgepasst! ER lässt selbst Pep verstummen

Als wäre die Aufgabe nicht schwer genug, agiert LASK-Gegner Manchester United derzeit in Hochform. Vor allem ein Mann zeigt groß auf: Bruno Fernandes! Der Neuzugang wird nach dem 2:0-Erfolg im Derby gegen City am Sonntag für eine Geste gegen Pep Guardiola gefeiert.

Nach einem Wortgefecht am Spielfeldrand mit dem ManCity-Trainer legte Fernandes den Zeigefinger auf den Mund. Deutlich zeigte er an, dass Guardiola leise sein soll. Zuvor warf der Star-Coach den Ball weg und redete auf den Neo-ManUnited-Spieler ein.

„Schon eine Klub-Legende!“ „Was für ein Typ!“ Von den Anhängern der „Red Devils“ wurde Fernandes für seine Geste gegen den Spanier gefeiert. Der Derbysieg war bereits das zehnte Spiel ohne Niederlage in Folge. Fernandes avancierte in nur einem Monat zum Liebling der Fans. Auch Trainer und Kollegen singen bereits Lobeshymnen auf den Portugiesen.

Trainer Solskjaer: Hat den „X-Faktor“
„Er arbeitet hart, ist bescheiden, hat den Willen und die Hingabe, aber er verfügt auch über den X-Faktor“, beschrieb Coach Ole Gunnar Solskjaer seinen Mittelfeldmann, der in fünf Ligapartien bereits zwei Tore erzielt und drei vorbereitet hat. Darunter das 1:0 gegen City, eingeleitet durch einen gefühlvollen Freistoß-Chip auf Anthony Martial. „Er hat die Kreativität und erhält von uns die Freiheit, so zu spielen, wie er will“, betonte der Norweger. „Er ist perfekt für uns“, schwärmte Tormann David De Gea.

Wiedersehen mit dem LASK
Der 25-jährige Fernandes, der im Herbst mit Sporting Lissabon in der EL-Gruppenphase bereits auf den LASK getroffen war, war am 29. Jänner für 55 Millionen Euro zu United gewechselt. Durch Bonuszahlungen könnte der Transfer letztlich bis zu 80 Millionen wert sein. Das Geld scheint gut angelegt zu sein. Seit der Ankunft des 19-fachen portugiesischen Teamspielers zeigt die Formkurve der „Red Devils“ konstant nach oben. Mit Fernandes gab es in acht Pflichtspielen fünf Siege und drei Remis bei nur zwei Gegentoren. Dass United fast die ganze Saison schon auf seinen Rekordtransfer Paul Pogba verzichten muss, fällt angesichts dessen fast nicht mehr auf.

Dass der Pessimismus, der nach einer anfänglichen Solskjaer-Euphorie im Herbst Einzug gehalten hatte, wieder Hoffnung gewichen ist, ist zu guten Teilen jedenfalls dem Mann aus dem Boavista-Nachwuchs zu verdanken, der bei Novara in der Serie B 2012/13 seine ersten Schritte als Profi machte. Über Udinese, Sampdoria und Sporting schaffte Fernandes schließlich den Sprung ins Rampenlicht des Weltfußballs.

Lob für seine Persönlichkeit
Seinen Neo-Coach überzeugte Fernandes aber nicht nur durch sein sportliches Können. „Wir kannten seine Fähigkeiten“, erinnerte sich Solskjaer an einen Scouting-Ausflug nach Portugal. „Was mich an diesem Tag am meisten beeindruckt hat, war seine Persönlichkeit“, meinte der einstige Stürmer. „Er genießt es, liebt es da zu sein, sorgt bei allen für neuen Schwung und hat eine Aura.“ Auf ihn muss der LASK wohl besonders aufpassen …

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