02.03.2020 09:43 |

Westen ist bedroht

China bereitet sich auf Heuschrecken-Invasion vor

Nach dem Coronavirus-Ausbruch sieht sich China vor eine weitere Herausforderung gestellt: Die Regierung in Peking befürchtet eine Heuschreckenplage. Schwärme der gefräßigen Insekten könnten je nach klimatischen Bedingungen von Pakistan und Indien nach Tibet oder über Myanmar in die südwestlichen Provinz Yunnan eindringen, teilte die Nationale Forst- und Grünflächenverwaltung am Montag mit.

Die Insekten könnten aber auch über Kasachstan in die Region Xinjiang vordringen. Die Behörden dieser westlichen Region, die ebenfalls an Pakistan grenzt, sagen vor allem für Juni und Juli eine zunehmende Gefahr voraus, sollten die Ausbrüche im Ausland bis dahin nicht wirksam kontrolliert werden können, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Heuschrecken zerstörten Ernte in Ostafrika
Die Wüstenheuschrecken haben bereits in mehreren Ländern Ostafrikas Ernten zerstört und Weideland verwüstet. Die Schwärme haben sich bis nach Indien und Pakistan ausgebreitet. Sie können bis zu 150 Kilometer pro Tag mit dem Wind fliegen. Erwachsene Insekten können täglich ungefähr ihr eigenes Gewicht an frischer Nahrung verzehren.

Peking hat eine spezielle Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie soll eine mögliche Heuschreckeninvasion überwachen und bekämpfen, kündigte die Forst-Regierungsbehörde an. Auch die lokalen Verwaltungen „müssen sich der extremen Bedeutung der Vorbeugungs-und Bekämpfungsarbeit gegen Heuschrecken voll bewusst sein“. Sie sollten Pestizide und Ausrüstung lagern. Auch müsse genügend Personal bereitstehen, um sofortige und wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

Eine Maßnahme sei auch, eine Entenarmee in den Kampf gegen die Heuschreckenschwärme zu schicken: Ein einziger Vogel kann an einem Tag mehr als 200 Heuschrecken vertilgen. Damit sind die Tiere effektiver als chemische Mittel und natürlich viel umweltschonender. Laut „Bloomberg“ sollen die Enten vom noch nicht betroffenen China vorerst nach Pakistan geschickt werden.

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